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Verschiedene größere Bauvorhaben in Bad Rappenau und den Stadtteilen Bonfeld und Fürfeld standen auf der Tagesordnung der April-Sitzung des Technischen Ausschusses (TA).


Vulpius Klinik Bad Rappenau: Zustimmung zur Erweiterung des Ambulanten Operationszentrums und der OPs
Zustimmend Kenntnis genommen hat der TA vom Bauantrag der Vulpius Klinik zur Erweiterung des Ambulanten Operationszentrums und der OPs sowie zur Errichtung einer zentralen Sterilgutversorgungsabteilung und Bettenstation. Darüber hinaus wurde die Umnutzung des 1. und 2. OGs im Altbau zu Büros beantragt.

Der dreigeschossige Anbau ist entlang der Vulpiusstraße geplant. Im Kellergeschoss und Erdgeschoss sind fünf neue Operationssäle vorgesehen. Im 1. und 2. OG sollen insgesamt 24 neue Patientenzimmer eingerichtet werden.

Da der Anbau bis auf 2 Meter an die östliche Grundstücksgrenze heranrückt, entfallen bis zu 19 Parkplätze, die in diesem Bereich liegen. Als Ersatz schafft die Klinik insgesamt 40 neue Stellplätze in Verlängerung der bereits bestehenden Parkplätze auf ihrem Gelände.

Im Bereich der Vulpius Klinik gibt es keinen Bebauungsplan. Daher wird das Bauvorhaben nach § 34 Bau-Gesetzbuch beurteilt. Demnach ist ein Vorhaben innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile dann zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und seine Erschließung gesichert ist. Diesen Vorgaben entspricht der geplante Erweiterungsbau. Daher gibt es aus baurechtlicher Sicht keine Bedenken gegen die geplante Erweiterung der Vulpius Klinik.

„Parkplätze sind in diesem Bereich allerdings Mangelware“, betonte Oberbürgermeister Hans Heribert Blättgen. Daher will sich die Klinik auch bemühen, neben den aktuell geplanten 40 Stellplätzen weitere Stellplätze auf ihrem Gelände zu schaffen.

Die Park- und Verkehrssituation in der Vulpiusstraße wurde von den Mitgliedern des TA durchaus kritisch beurteilt. Der Sprecher der CDU schlug vor, im Zuge der Erschließung neuer Baugebiete westlich der Klinik eine Verkehrsentlastung für die Vulpiusstraße zu schaffen, indem man eine zusätzliche Zufahrt von Westen her in das bestehende Wohngebiet schafft. OB Blättgen sagte zu, das Thema im Rahmen der Fortschreibung des Flächennutzungsplanes zu prüfen.


Unterbringung von Flüchtlingen: Zustimmung zum Neubau einer Asylbewerberunterkunft als Zeltanlage in Fürfeld, Gottlieb-Daimler-Ring
Zustimmend zur Kenntnis genommen hat der TA auch den Bauantrag des Landratsamtes Heilbronn. Dieses plant auf einem Grundstück am Gottlieb-Daimler-Ring in Fürfeld den Bau einer Unterkunft für 40 Asylbewerber in Zeltbauweise. Die Zeltanlage hat eine Grundfläche von 40 x 12 Metern. An den Giebelwänden werden im Westen zwei Sanitärcontainer und die Heizungsanlage, im Osten ein Küchencontainer angeschlossen. Die Zeltanlage wird eingezäunt und begrünt, im Bereich des Heizgebläses wird zusätzlich eine Lärmschutzwand installiert. Die Unterkunft, die von der örtlichen Firma Losberger errichtet wird, soll eine Art Mustereinrichtung werden. Aus baurechtlicher Sicht bestehen keine Bedenken gegen das geplante Vorhaben.

Die in Fürfeld geplante Zeltanlage entspricht optisch und technisch der Halle, die derzeit vom Landratsamt auf dem Bolzplatz an der Heinsheimer Straße in Bad Rappenau errichtet wird (s. Bild). Auch ein Gebäude in der Straße Hinter dem Schloss und ein ehemaliges Fitnessstudio in der Raiffeisenstraße werden derzeit für die Unterbringung von Flüchtlingen umgebaut. Wann diese Einrichtungen belegt werden sollen, ist momentan noch offen. Bis zu 400 Asylbewerber sollen insgesamt in Bad Rappenau und den Stadtteilen untergebracht werden. Momentan sind die Flüchtlingszahlen stark rückläufig, ab Mai rechnet man mit ca. 1.500 Flüchtlingen, die monatlich nach Baden-Württemberg kommen.

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Bild: Diese Zeltanlage für Flüchtlinge wird derzeit in Bad Rappenau errichtet




Diskothek Malinki in Bad Rappenau: Zustimmung zur Umgestaltung des Außenbereichs
Zustimmung von Seiten des TA gab es auch für den Bauantrag des Betreibers der Diskothek  Malinki in der Raiffeisenstraße Bad Rappenau. Dieser möchte den Außenbereich mit einem Pool, einer Sandfläche mit Liegestühlen und einem Beach-Volleyballfeld aufwerten. Vorgesehen sind außerdem offene und überdachte Sitzmöglichkeiten, eine kleine Freifläche für die Durchführung von Veranstaltungen (wie Open-Air-Kino, Public-Viewing, Livemusik) sowie ein kleines Sanitärgebäude für den Außenbereich. Die gesamte Außenanlage hat eine Fläche von ca. 30x50 Metern und ist damit etwa halb so groß wie ein Fußballplatz. Aus baurechtlicher Sicht bestehen keine Bedenken gegen das geplante Vorhaben

Wichtig ist für diese Nutzung allerdings, dass der Lärmschutz sichergestellt wird. Dazu ist geplant, um das gesamte Freigelände eine geschlossene Mauer zu ziehen, die Musiklautstärke zu dämpfen und die tiefen Bassfrequenzen technisch auszulöschen. Die Mauer soll von außen her begrünt werden.

Einig waren sich die Mitglieder des technischen Ausschusses darin, dass im Gebiet der Kernstadt dies sicher der einzig geeignete Standort für eine solche Nutzung ist, sofern der Lärm nach 22 Uhr innerhalb der zulässigen Werte liegt. Außerdem wurden die Pläne als Bereicherung des örtlichen Angebotes für die jüngere Generation gesehen. „Die Planung ist gut, sie kommt nur 30 Jahre zu spät“, befand der Sprecher der FW, der sich ausdrücklich für den Bau der Außenanlage aussprach.

Der Sprecher der SPD hatte allerdings Zweifel, ob das Angebot gut nachgefragt wird, da es mit Pool und Beachvolleyballfeld nicht unbedingt auf die nächtlichen Öffnungszeiten einer Diskothek ausgerichtet ist. Da der Betreiber die Außenanlage bereits am Nachmittag öffnen möchte, kann aber mit einer entsprechenden Nachfrage gerechnet werden.

Der Sprecher der CDU regte an, im Vorfeld das Herausfiltern der Bässe zu testen.

OB Blättgen wies darauf hin, dass es in der Vergangenheit Probleme mit Lärm gab, dass der Betreiber aber für Abhilfe gesorgt hatte.


Gewerbegebiet Buchäcker (Erweiterung) in Bonfeld: Zustimmung zum Neubau eines Hermes-Logistik-Centers
Zustimmend zur Kenntnis genommen hat der TA auch den Bauantrag zum Neubau eines Hermes-Logistik-Centers mit Büro und Sozialbereichen, Pförtnergebäude und Unterstellhalle/Sprinklergebäude im Gewerbegebiet „Buchäcker-Erweiterung“ in Bonfeld.

Das Logistik-Center hat eine Grundfläche von 196 x 53 Metern. Die Oberkante des Flachdachgebäudes erreicht eine Höhe von 12,50 m. Im Nordosten der Halle sind in einem eigenständigen Gebäude Werkstatt und Haustechnik angebaut (Grundfläche 38 x 18,5 Meter, Höhe 4,20 Meter), im Südwesten der Halle sind Büro und Sozialräume geplant (Grundfläche 42 x 23 Meter, zweigeschossig, Höhe 6,80 Meter). In der Südwestecke des Grundstücks wird ein Pförtnergebäude platziert.

Die Halle kann von den LKW vollständig umfahren werden. Insgesamt stehen 107 Andockstationen für das Be- und Entladen der Lkw zur Verfügung. Innerhalb des umzäunten Bereichs des Logistik-Centers sind 220 Stellplätze für die Wechselaufbauten (Container) eingeplant. Für Mitarbeiter und Besucher der Halle werden 123 Pkw-Stellplätze errichtet. Das Logistikcenter wird im Schichtbetrieb rund um die Uhr mit insgesamt 290 Bediensteten betrieben.

Das Bauvorhaben liegt innerhalb des Bebauungsplans „Buchäcker-Erweiterung“. Das Vorhaben entspricht den künftigen Festsetzungen des Bebauungsplans. Aus baurechtlicher Sicht bestehen daher keine Bedenken gegen das geplante Vorhaben.

OB Blättgen hob hervor, dass das in Bad Rappenau geplante Logistikcenter das erste von insgesamt neun entsprechenden Umschlagszentren ist, die derzeit von Hermes – das zum Otto-Konzern gehört - geplant werden. Somit dient es als Modellprojekt. Die neuen Logistikzentren verfolgen höchste Umweltstandards. In Bad Rappenau wurde z.B. der NABU Östlicher Kraichgau in die Planungen mit einbezogen. Langfristig soll auch die Fahrzeugflotte auf Öko-Fahrzeuge umgerüstet werden.

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Bild: So ähnlich wird das Hermes-Logistik-Center in Bonfeld aussehen (Foto: Hermes)



Kraichgauhalle Bad Rappenau: Auftragsvergabe für Dach, Gerüst, Lüftung
Der Technische Ausschuss hat zugestimmt, den Auftrag für die Metallfassade und Verglasungsarbeiten der Kraichgauhalle Bad Rappenau an die Firma Fenster Felder aus Heilbronn zu vergeben. Diese hat mit 86.305,94 Euro das günstigste von insgesamt vier Angeboten abgegeben.