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Das Salinenwirthaus, das sich gegenüber des ehemaligen Ökonomiegebäudes (heute ein Gebäudetrakt der Schwärzbergklinik) befand, kam auf dem ursprünglichen Entwurfsplan von Friedrich Arnold gar nicht vor. Beide Gebäude wurden erst 1827 auf einem Gelände von 58 Ar errichtet. Die Stilähnlichkeit mit den Verwaltungsgebäuden der Saline ist aber unverkennbar. Das Salinenwirtshaus war im Grund- und Aufriss gleich gestaltet wie das Ökonomiegebäude.

Das Salinenwirtshaus, später Salinenhotel genannt, wurde mehrfach umgebaut und vergrößert, so in den Jahren 1854, 1872, 1887. Bereits 1854 wurde gleich nebenan vom Rappenauer Zimmermann Mathias Fröhlich ein Gartenhaus mit einem Kostenaufwand von 700 Gulden erstellt.

Über mehrere Jahrzehnte war die Familie Reichardt Pächter dieses repräsentativen Gasthofs, der als Stammlokal der Rappenauer Honoratioren diente und die nach Rappenau zur Kur kommende Prominenz beherbergte.

Seit 1904 wurde der Gasthof „Zur Saline“ elektrisch beleuchtet.

1905 wurde das stattliche Anwesen von der Gemeinde als Badhotel „Zur Saline“ käuflich erworben, 1915 von dieser an den Privatmann Wilhelm Olef aus Worms verkauft, 1929 von der Gemeinde wieder zurückgekauft und 1929/1930 zum Kurhotel umgebaut.

Das Kurhotel enthielt im Erdgeschoss zwei Speisesäle, Frühstücksraum, Vestibül, Garderoberaum und die Wohnung des Hoteliers. Anschließend an den großen Saal befanden sich Terrassenanlagen. Im neu errichteten Anbau waren die Kücheneinrichtungen untergebracht. Das obere Stockwerk enthielt 25 modern ausgestattete Fremdenzimmer mit 34 Betten sowie 3 Badezimmer. Auch Autogarage und ein Tennisplatz fehlten nicht. Der Umbau des gemeindeeigenen Hotels hatte 150.000 Mark gekostet. 1953 wurde das Kurhotel renoviert und erweitert, um dann 1971 abgerissen zu werden. Es musste der Salinenklinik Platz machen. Bis zu seinem Abriss im Jahr 1971 war es Mittelpunkt des geselligen Lebens in Bad Rappenau.

Aus: Michael Konnerth, Die Rappenauer Saline und ihre Geschichte

 
 
 
 
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