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Beitragsbild Symbolische Freigabe des neuen Baugebietes Boppengrund II am 4.10.2022

Fast auf den Tag genau 14 Monate nach dem offiziellen Spatenstich trafen sich am Dienstag, dem 04.10.2022, Vertreter der am Bau beteiligten Firmen, der Planungsbüros, des Wasserzweckverbandes und der Verwaltung zur offiziellen Übergabe des Neubaugebietes „Boppengrund II“ in Bonfeld. Im August 2021 hatten die Erschließungsarbeiten in dem Gebiet begonnen, die nun weitgehend fertig gestellt sind. Wegen der Corona-Pandemie und Lieferschwierigkeiten beim Material auch infolge des Krieges in der Ukraine hatte sich der Abschluss der Arbeiten um rund drei Monate verzögert.

Oberbürgermeister Sebastian Frei dankte allen beteiligten Planungsbüros, Firmen und Verbänden: der Bioplan-Ingenieursgesellschaft aus Sinsheim, der Firma Rolf Scheuermann aus Heilbronn und dem Zweckverband WVG Mühlbach.

„Heute haben wir einen Meilenstein erreicht“, freute sich das Stadtoberhaupt, „das Baugebiet wird sicherlich gut angenommen, denn es liegt nahe an vielen großen Arbeitgebern und auch die Autobahn ist gut zu erreichen“. Dennoch sei die Situation nun eine völlig andere als beim Baubeginn im August 2021 - die Kreditzinsen steigen ebenso wie die Kosten für Energie und Material. Bis vor Ort gebaut werden kann, wird es allerdings noch eine Weile dauern: „Zuerst müssen die Bauplatzpreise und Vergabekriterien festgelegt werden, erst dann kann die Vermarktung starten“, machte OB Frei deutlich.

66 Bauplätze – einer mehr als ursprünglich geplant - sollen auf dem rund 3,65 Hektar großen Gebiet entstehen, ihre Größe liegt zwischen 200 und 765 m². Rund 1/3 der Bauplätze befindet sich in Privateigentum.

Auch die Straßennamen wurden bereits vom Gemeinderat festgelegt: Verlängert werden die Sebastian-Kneipp-Straße, Im Boppengrund und die Verdistraße, die Querstraßen sollen Hildegard-von-Bingen-Straße und Albert-Ottenheimer-Straße heißen.

Im Rahmen der Erschließungsarbeiten wurden insgesamt 3.200 Meter Wasser- und Abwasserleitungen verlegt, Hausanschlüsse für die 66 Grundstücke geschaffen und 52 Schachtbauwerke gesetzt.

Für den Straßenbau wurden 3.000 m ³ Erde bewegt, 3.300 m Bordsteine versetzt und 5.725 m² Verkehrsfläche (einschließlich Gehwegen und Parkplätzen) asphaltiert oder gepflastert. Die Straßen im Baugebiet sind als Ring- und Verbindungstraßen gebaut, so dass keine Wendeflächen erforderlich sind. Anders als geplant, musste eine der neuen Straßen höher gelegt werden, damit ausreichend Gefälle für die Entwässerung besteht. Da dies auch Auswirkungen auf die zulässige Höhe der Neubauten hat, wird derzeit der Bebauungsplan für das Gebiet angepasst.

12 „Orientierungshilfen“ ermöglichen eine barrierefreie Überquerung der Straßen, 8 öffentliche Parkplätze mit insgesamt 26 Stellplätzen gibt es ebenfalls im neuen Baugebiet.

Parallel zu den Erschließungsarbeiten wurden von der Syna die Strom- und Gasleitungen verlegt, mit der Telekom und Vodafone haben gleich zwei Anbieter Breitbandleitungen in dem Baugebiet verlegt.

Erforderlich war auch der Bau eines kleinen Regenrückhaltebeckens, in dem das Regenwasser aus dem Gebiet zwischengespeichert und gedrosselt in den Seelesbach eingeleitet wird. Das Schmutzwasser aus den Haushalten wird in die Kläranlage Bonfeld geleitet.

Als Ausgleichsmaßnahme für die Flächenversiegelung in dem Neubaugebiet soll im Frühjahr 2023 noch der nahegelegene Seelesbach renaturiert werden.

Trotz der Verzögerungen beim Bau werden die geplanten Baukosten für Entwässerung, Straßenbau und Wasserversorgung voraussichtlich nicht überschritten und belaufen sich auf insgesamt ca. 2,3 Millionen Euro.


 
 
 
 
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