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Mit einem symbolischen Spatenstich wurden vergangene Woche die Baumaßnahmen für den Hochwasserschutz in Babstadt begonnen. Zunächst geht es an die Verwirklichung der drei Sedimentationsbecken im Gewann „Zehn Morgen“.

„Ich bin froh, dass es jetzt losgeht, und wir hier den Schutz für den Ort Babstadt verbessern“, so Oberbürgermeister Sebastian Frei, der auch bemerkte, dass „sich die Umsetzung leider verzögert und es länger gedauert hat, als uns lieb war“. Das Thema Hochwasserschutz in Babstadt wurde nach den Überflutungen in den Jahren 2016 und 2018 mehrfach im Gemeinderat diskutiert.

Im Vorfeld der Planung wurde durch das Ingenieurbüro Willaredt eine Starkregenuntersuchung für den Ortsteil Babstadt durchgeführt, „diese hat uns aufgezeigt, wie es zu den Überflutungen in den vergangenen Jahren kommen konnte“, so das Stadtoberhaupt. Aufbauend auf die Untersuchung wurde ein Hochwasserschutzkonzept vom Ingenieurbüro Wald + Corbe erstellt.

Die drei Sedimentationsbecken sollen bei Starkregenereignissen die Leistungsfähigkeit des Gewässers erhöhen sowie Schlamm zurückhalten und dadurch den Ort schützen. Denn die Überschwemmungen in den Jahren 2016 und 2018 hatten v.a. wegen der großen Schlammmenge aus dem Gebiet „Zehn Morgen“ so schlimme Folgen. Ein mäandrierender Bach im Bereich „Zehn Morgen“ soll das Wasser aufnehmen. Wenn zu viel Wasser ankommt, kann dieses in die Sedimentationsbecken fließen, wo sich der Schlamm absetzen kann. Die Becken dienen zusätzlich als Retentionsraum, wodurch weniger Wasser in den Ort abfließt. Für den Bau ist ein Aushub des Geländes um 50 – 100 cm erforderlich. Die Baumaßnahme beinhaltet einen Abtrag des Oberbodens, Erdarbeiten zur Erstellung der Sedimentationsbecken, die Erstellung von Einlaufbauwerken, sowie Wege- und Gewässerbauarbeiten. Beispielsweise wird der Gewässerlauf neu modelliert und es wird im Bereich der Verdolung ein zusätzlicher Sedimentfang installiert, um einen Teil des Schmutzes bereits vor dem Gewässer zurückzuhalten. Die Becken haben eine Länge von ca. 55 Meter und eine Breite von ca. 18 Meter. Die Becken sind so dimensioniert, dass das dritte Becken nur bei größeren Hochwasserereignissen gefüllt wird. Es dient demnach einem zusätzlichen Hochwasserrückhalt. Flankiert werden die Becken durch verschiedene Maßnahmen im Schlosspark und der Obergimperner Straße. 

Durch die Umsetzung der in Hochwasserschutzmaßnahmen soll für den Ort ein 100-jährlicher Hochwasserschutz sichergestellt werden.

Den Bau der Becken hat der Gemeinderat in seinen Sitzungen vom 23.09. bzw. 25.11.2021 beschlossen. Die Gesamtherstellungskosten für die insgesamt 3 Sedimentationsbecken belaufen sich auf ca. 806.000 Euro. Die Bauzeit beträgt rund 3 Monate.

 
 
 
 
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