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Verabschiedung von Schulrektor Volker Hansen-Ketels

Stark maritim angehaucht war die Abschiedsfeier, die Schüler und Kollegium der Albert-Schweitzer-Schule (die heute als Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum kurz SBBZ firmiert) Mitte Juli für ihren langjährigen Rektor Volker Hansen-Ketels in der Aula der Schule organisiert hatte. Die Schule war mit maritimer Dekoration verziert und Lehrer wie Schüler hatten sich „seetauglich“ gekleidet. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Bläsergruppe „Aufwind“, die aus der Bläserklasse der Schule hervorgegangen ist. Auch die Schulleiter-Kolleginnen und Kollegen sangen auf die Melodie von „What shall we do with a drunken sailor?“ „Was soll´n wir tun ohne Hansen-Ketels?“ Mit einem „Sockentanz“ – bei dem die Socken gut erkennbar verschiedene Lehrer darstellten – bereicherte das Lehrerkollegium das Programm. Auch die Schüler kamen bei der Verabschiedung zu Wort – in einem selbst erstellten Film. Hier beantworteten sie Fragen zu ihrem scheidenden Rektor. Ihre Antworten sorgten oft für ein Schmunzeln unter den Gästen.

14 Jahre lang, seit 2004, leitete Hansen-Ketels, der von einem Bauernhof bei Husum stammt, die Förderschule, stets bereit, Netzwerke zu knüpfen und Kooperationen zu suchen. „Das ganze schulische Netzwerk der ASS ist hier versammelt“, freute er sich über die zahlreichen Gäste, die zur Verabschiedung erschienen waren. „Die Schule hat mehr Netzwerkpartner als Schüler“, verdeutlichte er die Bedeutung, die Zusammenarbeit an der ASS und für ihn selbst hatte. Hansen-Ketels nutzte die Feierstunde, um diesen Netzwerkpartnern - mit Hilfe seiner Schüler – zu danken: der Verwaltung und dem Oberbürgermeister als Schulträger; dem Staatlichen Schulamt; dem Förderverein, Elternbeirat und den zahlreichen Ehrenamtlichen; den Sekretärinnen, Reinigungskräften und Hausmeistern; den Handwerkern und Betrieben; den Schulbegleitern; den Vereinen, vor allem dem VfB Bad Rappenau; der Musikschule Unterer Neckar; den Banken; den Schul- und Kindergartenleitungen im Stadtgebiet; den Lehrern und der SMV. „Wir haben hier eine breite Kooperation, auch mit den Schulen außerhalb von Bad Rappenau, um die bestmögliche Bildung für die Schüler in unserer Region zu sichern“, so der scheidende Schulleiter.

Auch nach 40 Jahren im Schuldienst bringe ihm seine Arbeit immer noch Freude, berichtet der scheidende Schulleiter, auch wenn nicht nur viele pädagogische sondern auch viele bürokratische Aufgaben zu erledigen sind. „Ich bin hinter dem Deich aufgewachsen und schon immer trieb mich die Neugierde, über den Deich zu blicken.“ Prägend war für ihn auch die Sturmflut des Jahres 1962, die weite Teile Norddeutschlands überschwemmte. „Damals hielt das ganze Dorf zusammen, unabhängig von Stand und Bildung. Das prägte meine Haltung zum Beruf.“ Auch die Suche nach kreativen Lösungen hat er schon früh gelernt, und ihm war klar, dass man auch im Bereich Schule und Bildung manchmal anders denken und handeln müsse, als es Trend ist. „Wer Inklusion will, sucht Wege. Wer sie nicht will, sucht Begründungen“, ist Hansen-Ketels überzeugt.

In Grußworten würdigten anschließend verschiedene Kooperationspartner den Werdegang und das Wirken von Volker Hansen-Ketels. Teilweise gar in Reimform trug Schulamtsdirektor Wolfgang Seibold den Lebenslauf des Rektors vor, der „alle Staatsprüfungen mit Auszeichnung bestanden hat und darüber hinaus noch über ein Montessori-Diplom verfügt“. Der junge Sonderschulpädagoge sei „kritisch, klug, aktiv, gewissenhaft, umsichtig und fürsorglich“ zitierte Seibold die erste dienstliche Beurteilung, die Volker Hansen-Ketels erhielt.

„Schade, dass Sie in den Ruhestand gehen“, bedauerte Oberbürgermeister Sebastian Frei, als Vertreter des Schulträgers, der Stadt Bad Rappenau. Er erinnerte sich daran, mit welcher Herzlichkeit und Offenheit er an der Schule als OB-Kandidat empfangen wurde. „Hier spürt man Wertschätzung“, betonte er. Er hob die Verantwortung hervor, die Hansen-Ketels nicht nur für „seine“ Schule, sondern für die gesamte Schullandschaft in Bad Rappenau übernommen hatte, als es um die Einführung der Gemeinschaftsschule ging. Gleichzeitig gab er einen Ausblick auf die Zukunft, in der Hansen-Ketels – nun ohne selbst Verantwortung tragen zu müssen – Vorlesungen an der Universität Heidelberg besuchen möchte.

Als Vertreterin des Personalrates beleuchtete Andrea Krieg die Zukunft der Inklusion. „Die Themen Schule und Bildung können nicht im Rahmen von Legislaturperioden betrachtet werden“, betonte sie. Letztlich komme es bei der Inklusion – wie eigentlich überall -  auf eins an: „Jeder Mensch soll so akzeptiert werden, wie er oder sie ist.“

Dass Volker Hansen-Ketels eine frische Brise mit sich bringt, befand Jörg Waidler, Vorsitzender des Schul-Fördervereins: „Es hat mich immer begeistert, wie engagiert Sie waren!“