Allein die Zahlen beeindrucken. Innerhalb nur eines Jahres wurden alle zehn örtlichen Schulen mit Hilfe von verschiedenen Förderprogrammen digital rundum neu ausgestattet. Im Rahmen des Digitalpaktes wurden „ausgerollt“: 522 iPads für Schüler, 34 Ladekoffer für iPads, 104 75-Zoll-Touchscreen Monitore mit höhenverstellbarer Wandhalterung einschließlich iPad und iPad-Halterung als Dokumentenkamera; WLAN im gesamten Schulbereich wurde eingebaut, das Größte in der Verbundschule mit 76 Accesspoints, hier wurden auch alle Räume mit Datenleitung erschlossen.

Hinzu kamen noch 183 iPads für die Grundschulen und die Albert-Schweitzer-Schule sowie 149 Notebooks für die Verbundschule, die im Rahmen des Programms „Sofortausstattung“ beschafft wurden und für Schüler als Leihgeräte zur Verfügung gestellt werden. Im Rahmen des Programms „Leihgeräte für Lehrkräfte“ wurden weitere 103 iPads und 6 Laptops beschafft.

Ein Quantensprung in Sachen Digitalisierung der Schulen. Gleich nach dem Beschluss des Gemeinderates im Oktober 2020 haben sich IT-Abteilung, Hochbauamt und Hauptamt in enger Abstimmung mit allen Schulleitern an die Umsetzung gemacht. „Hier wurde sehr viel in sehr kurzer Zeit umgesetzt“, lobte Oberbürgermeister Sebastian Frei beim Ortstermin in der Grundschule Fürfeld Mitte Dezember. Froh ist das Stadtoberhaupt darüber, dass in Abstimmung mit den Schulleitern in allen Schulen dieselben Geräte und Programme zum Einsatz kommen. Dies erleichtert auch den Support für die zahlreichen Geräte, um den sich die IT-Abteilung des Rathauses kümmert, die vier Mitarbeiter hat.

„Von der einheitlichen Ausstattung profitieren vor allem die Schüler, wenn sie in Bad Rappenau eine Grundschule und später eine weiterführende Schule besuchen“, betont auch Michael Grubbe, Leiter der IT-Abteilung bei der Stadtverwaltung und verantwortlich für die Umsetzung des Digitalpaktes. „Die Herausforderung bestand zunächst darin, alle unter einen Hut zu bringen und für einen einheitlichen Ansatz zu gewinnen“, so Grubbe weiter. Insgesamt 10 Ausschreibungen, eine davon europaweit, waren für die Beschaffung der Geräte erforderlich. Zum Auftakt vor einem Jahr war es sogar schwer, die entsprechenden Endgeräte auf dem Markt zu bekommen.

Hinter der Umsetzung steckt aber noch viel mehr als die Beschaffung von Hard- und Software: „Die digitalen Tafeln und die Geräte sieht man, aber einen Großteil des Aufwandes sieht man nicht: Die Verkabelung und die Router, die in den Gebäuden verbaut wurden. Teilweise müssen auch die bisher genutzten Tafeln versetzt werden“, machte Michael Grubbe deutlich. Zusammen mit seinem Team war er Ansprechpartner für die ausführenden Firmen – meist am Wochenende und in den Ferien, denn der Schulbetrieb sollte durch die Maßnahmen ja nicht beeinträchtigt werden. Auch die Coronaregeln haben die (Bau-)maßnahmen nicht eben erleichtert. Dennoch hat alles reibungslos funktioniert.

Die Schüler lernen gern mit den neuen digitalen Angeboten, auch die Lehrer nutzen die zahlreichen neuen Möglichkeiten, die v.a. der Touchscreen-Monitor bietet, gerne. Hierher lassen sich z.B. auch vorbereitete Arbeitsblätter spiegeln. „Am Monitor sind die Schüler viel motivierter als auf dem Arbeitsblatt“, hat Anja Menold, Leiterin der Grundschule Fürfeld beobachtet. Besonders der „digitale Tafeldienst“ ist bei den Schülern beliebt. Auch OB Sebastian Frei hat die neuen Möglichkeiten der Schulen schon genutzt: Über Facetime hat er eine Klasse der Grundschule Bad Rappenau getroffen.

In der ersten Januarwoche 2022 erfolgt nun noch die Ausstattung der Albert-Schweitzer-Schule. „Wenn alle Zahlen vorliegen, müssen wir auch noch die entsprechenden Fördermittel aus den verschiedenen Programmen beantragen. Die Stadt ist hier zunächst in Vorleistung getreten“, machte Hauptamtsleiter Wolfgang Franke deutlich. Rund 1,1 Mio. Euro haben allein die Maßnahmen aus dem Digitalpakt Schule gekostet, mit Fördermitteln in Höhe von 600.000 Euro von Seiten des Landes wird gerechnet.


 0420 Digitalpakt GS FFDie Zeit läuft - natürlich gibt es am Monitor auch Rechenspiele! (v.l.) OB Sebastian Frei, Schulleiterin Anja Menold und IT-Leiter Michael Grubbe sind begeistert.
 

 
 
 
 
WIR VERWENDEN COOKIES

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies).

Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.