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Neuer Verein in Bad Rappenau:


„Gemeinsam Perspektiven schaffen“ – das will ein neuer Verein, der jetzt in Bad Rappenau gegründet wurde. Hervorgegangen ist er aus der 2015 entstandenen Initiative „Gemeinsam in Bad Rappenau“. Hier waren einige der Vereinsmitglieder von Anfang an aktiv, um Geflüchteten in ihrer neuen Umgebung zu helfen.

Schon bald kristallisierte sich als Tätigkeitsschwerpunkt die Hilfe zur Arbeit heraus und die Gruppe der „Jobcaoches“ entstand. Diese hilft seit nunmehr fast sieben Jahren Geflüchteten bei der Weiterbildung, bei Bewerbungen und bei der Suche nach einem Praktikum, einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Rund 120 Arbeitssuchende wurden in dieser Zeit betreut, 40 von ihnen konnten in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse vermittelt werden. 20 von ihnen werden aktuell beraten. Regelmäßig finden derzeit offene Beratungsgespräche im Jugendhaus statt.

„Wir verstehen uns aber nicht als Konkurrenz zum Arbeitsamt, sondern eher als Ergänzung des Angebots“, betont Klaus Harder. Der frühere Rappenauer Gemeinderat und ehemalige Prokurist der Vulpius-Klinik ist von Anfang an dabei und nun 2. Vorsitzender des Vereins. Natürlich arbeiten die Jobcoaches von Anfang an mit einem ganzen Netzwerk an Behörden und öffentlichen Stellen zusammen, unter anderem auch mit dem Integrationsmanagement und der Ausländerbehörde der Stadt Bad Rappenau. Die Jobvermittlung ist aber nicht nur auf Geflüchtete in der Kurstadt begrenzt, sondern unterstützt Geflüchtete im gesamten Landkreis.

Vieles wurde in den vergangenen Jahren schon unternommen, um das Angebot der ehrenamtlichen Jobcoaches bekannt zu machen und so auch mögliche Arbeitgeber zu finden. „Bei uns geht Vieles über persönliche Kontakte, man kennt sich vor Ort einfach.“ Anders als die Hauptamtlichen im Arbeitsamt stehen die Jobcoaches über Messengerdienste direkt in Kontakt mit den Arbeitssuchenden und sind auch am Abend oder am Wochenende ansprechbar.

Viel Zeit wird dabei mit dem einzelnen Arbeitssuchenden verbracht: „Welche Bedürfnisse sind vorhanden, welche Zeugnisse liegen vor, welche Qualifikationen hat jemand“, so Klaus Harder. Viele jüngere werden ermutigt, lieber eine Ausbildung zu beginnen, statt mit Aushilfsarbeiten sofort Geld zu verdienen. „Die Aussicht auf eine gute Arbeit ist auch eine Motivation, schneller Deutsch zu lernen“, verdeutlicht Harder. Eines machen die Jobcoaches allerdings nicht: Den Arbeitssuchenden alles abnehmen. „Sie bekommen in jedem Beratungsgespräch Aufgaben, die sie bearbeiten müssen.“ Also beispielsweise einen Lebenslauf oder ein Anschreiben verfassen. Dieses wird dann gemeinsam weiter bearbeitet. So können die Jobcoaches auf einige Erfolgsgeschichten stolz sein.

Auch Oberbürgermeister Sebastian Frei ist angetan vom Angebot der Ehrenamtlichen: „Durch eine Arbeit findet man besser in eine neue Gesellschaft. Daher unterstützen wir dieses Projekt!“

Von der Vereinsgründung erhoffen sich die Ehrenamtlichen eine Verstetigung ihres Angebotes auch in der Zukunft. Sie hoffen, auf diese Art noch bekannter zu werden. Auch der Zugang zu staatlichen Fördermitteln soll durch die Vereinsgründung erleichtert werden. Karen Württemberger, beim Landratsamt Heilbronn als Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte tätig, kann das nur bestätigen: „Bei vielen Förderprogrammen hätte es inhaltlich genau gepasst, aber die erforderliche Rechtsform fehlte einfach, daher konnten die Jobcoaches keinen Antrag stellen.“


Mehr Infos über den Verein gibt es auf der Homepage des Vereins: https://gemeinsam-perspektiven-schaffen.de/



 

 
 
 
 
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