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„Welthauptstadt der Bademode“ mit Bikini-Wetter:

Bei strahlendem Sonnenschein und bestem Bikini-Wetter – wie soll es anders sein – fand Mitte Juli 2018 die Grundsteinlegung für die Erweiterung des Best-Western Hotels mit BikiniARTmuseum im Autohof statt.
Und bereits bei der Grundsteinlegung konnten die geladenen Gäste und die Öffentlichkeit einen kleinen aber feinen Blick in die künftige Ausstellung genießen. Auf 2 Etagen gab es neben historischen Bademoden, Bildern und Accessoires auch Kunst zu sehen, die sich dem Thema Baden, Mode und Strand widmet.

Bauherr Alexander Ruscheinsky stellte die Beteiligten an dem Projekt vor. Die Künstlerin Ekaterina Moré gestaltet für den Außenbereich einige große Skulpturen, die weithin sichtbar sein werden. Der Schriftzug für das Museum wird von verschiedenen Künstlern gestaltet. Ekaterina Moré hat bereits das „A“ vollendet. In der Ausstellung werden auch viele Stücke aus der Bademodensammlung von Jürgen Kraft, einem Bademodeexperten aus Usedom, zu sehen sein.

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Alexander Ruscheinsky, Ekaterina Moré und Oberbürgermeister Sebastian Frei vor dem „A“, das künftig ein Bestandteil des Schriftzuges des Museums sein wird.

Das Museum wird auch ein Restaurant beinhalten, das vom Pächter des Autohofs, Kay Nekolny, betrieben wird. Alexander Ruscheinsky ist stolz darauf, dass es ein Ableger des Dean & David sein wird, zur Zeit eines der erfolgreichsten Konzepte in gesundem Essen deutschlandweit.

Das bestehende Hotel wurde im Juli 2012 eröffnet. Es werden nun bereits 50 weitere Zimmer benötigt, da 47 Zimmer aus wirtschaftlicher Sicht nicht ideal sind. Alexander Ruscheinsky ist froh darüber, dass „ein supergutes Verhältnis zur Stadt und zur BTB“ besteht. „Dies ist auch ein Grund dafür, dass wir dieses besondere Projekt in Bad Rappenau realisieren. Wir haben hier mit der Stadt eine perfekte Zusammenarbeit und einen verlässlichen Partner, der uns immer fair behandelt. Daher haben wir auch Angebote von anderer Stelle, die wir bei Bekanntwerden der Pläne für das Museum bekommen haben, bedenkenlos ausgeschlagen“, so Ruscheinsky. „Aber auch andere Faktoren sprechen für den Standort Bad Rappenau. Wir befinden uns hier in der Mitte Europas, inmitten eines kulturellen Drehkreuzes mit Badewelt, Technikmuseum, Tripsdrill, RappSoDie und experimenta in der nahen Umgebung. Eine ideale Stelle also für ein Museum. Und ich lehne mit nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich Bad Rappenau schon jetzt als „Hauptstadt der Bademode“ anpreise. Und dieses ist nur als erstes von vielen Museen geplant. Wir wollen ähnliche Projekte in verschiedenen Metropolen verwirklichen.“

Für die Leitung des Bikini-Art-Museums ist Maximilian Lang verantwortlich. Er kündigt eine „riesen Geschichte für Bad Rappenau“ an. „Wir haben hier eine Weltneuheit, ein sehr lebendiges Museum, das historisch kompetent ist. Es geht um die Badekultur, und nicht um eine oberflächliche Betrachtung der Frau und der Bademode. Es geht um Ästhetik und Womenpower, ergänzt um einen großen Kunstbereich“. So konnte Udo Lindenberg gewonnen werden, der für das BikiniARTmuseum im April 2018 exklusiv zwei Aquarelle anfertigte, die in der Ausstellung zu sehen sein werden. Die Bilder mit den Titeln „Cool im Pool“ und „No Panic“ stammen aus der Serie „Likörelle“, in denen der Künstler bunte Liköre mit Aquarellfarben mischt und auf die Leinwand bringt. Aber auch andere Kunstwerke verschiedener Künstlerinnen und Künstler werden in der Ausstellung zu sehen sein. Bereits jetzt verfügt das Museum über einen Fundus von rund 4.000 Ausstellungsstücken, die nach Fertigstellung des Museums immer wieder neu und im Wechsel präsentiert werden.

Auch interessant: Die Baukosten für die Hotelerweiterung und das Museum belaufen sich auf rund 11 Millionen Euro. Darin enthalten sind alle Kosten, also nicht nur der Bau, sondern auch Restaurant-Ausstattung, Exponate und Außenanlagen. „Wir befinden uns genau im Zeitplan, die Fertigstellung ist für das nächste Frühjahr geplant, so dass rechtzeitig mit der BUGA in Heilbronn das Museum eröffnen kann“, so Ruscheinsky.

Auch Oberbürgermeister Sebastian Frei betonte in seiner Rede, „dass Bad Rappenau zwar nicht auf den ersten Blick, aber doch auf den zweiten der ideale Standort für das Museum ist. Und nicht nur, weil hier immer so tolles Bikiniwetter ist“.

So errichtete bereits 1963 die Firma Wilhelm Benger Söhne auf einer Fläche von über 4 ha im heutigen Gewerbegebiet Raiffeisenstraße ein neues Werk, in dem über einen Zeitraum von 2 Jahrzehnten unter anderem auch hochwertige Bade- und Strandmode unter dem Markennamen BENGER RIBANA hergestellt wurde. Daneben liegt auch die Wiege des international bekannten Dessous-Unternehmens FELINA in Bad Rappenau, wo Eugen Herbst 1885 den Grundstein der Unternehmensgeschichte legte und eine Korsettfabrik mit damals 10 Mitarbeitern eröffnete.
„Wir sind auch besonders stolz darauf, dass Bademoden der Firma Benger Ribana aus dem Fundus des Stadtarchivs als Dauerleihgabe im Museum zu sehen sein werden. Aber nicht nur rein wirtschaftlich betrachtet, ist Bad Rappenau ein guter Standort für das BikiniARTmuseum. Da die Stadt bereits seit dem Jahr 1930 den Titel „Bad“  trägt, passt alles was mit dem Thema „Baden“ zu tun hat ganz gut hierher“, so OB Frei.

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„Bad Rappenau-Ecke“ des zukünftigen Museums, auch mit Triumph-Modellen

Die Geschichte als Kurbad reicht indes noch viel weiter zurück: Bereits 1834 eröffnete das Sophie-Luisen-Bad als das erste Solebad im ehemaligen Großherzogtum Baden. Schon in der ersten Saison verzeichnete es 101 Kurgäste. Natürlich dachte damals noch niemand an Bademode oder gar den Bikini. Anders sah dies 1936 aus, als das Sole- und Wellen-Freibad eröffnet wurde. Nun wurde Bademode auch in Bad Rappenau getragen. Damals war das Freibad „das erste dieser Art in Süddeutschland“, wie es der „Unterländer Bote“ berichtete.
„Es warb mit dem damals geprägten Werbe-Slogan „Bad Rappenau – Seebad fern vom Meer“ und ist bis heute ein Besuchermagnet und beliebt bei Einheimischen und Gästen“ beendete das Stadtoberhaupt seinen Rückblick in die Geschichte.

Bei der feierlichen Grundsteinlegung wurden dann in einer Plastikbox neben einem Bikini, der es nicht in die Ausstellung geschafft hat, ein Coffee-to-go-Becher des Museums und eine Urkundenrolle mit Unterschriften der Beteiligten versenkt und vergraben.

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v.l.n.r.: Manfred Gulitz, Fa. Niemann & Heselschwerdt, Oberbürgermeister Sebastian Frei und Alexander Ruscheinsky bei der feierlichen Grundsteinlegung