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Über 20 freiwillige Helfer hatten sich nach dem Start der Impfkampagne im Januar auf einen Aufruf der Stadt Bad Rappenau gemeldet: Sie waren bereit, ihren über 80-jährigen Mitbürgern zu helfen, einen der raren Impftermine zu bekommen. Neun von ihnen waren am 11.03.2021 zu einem Pressegespräch zusammen mit Oberbürgermeister Sebastian Frei in den Ratssaal gekommen, um über ihre Erfahrungen mit den Terminvereinbarungen zu berichten.

„Ich freue mich, dass es Leute wie Sie gibt“, betonte OB Sebastian Frei, „denn die Impfzentren liegen ja nicht vor der Haustür, da ist die Frage – wie kommt man hin, und wie bekommt man überhaupt einen Termin?“ Er lobte den Einsatz der Helfer, die oft unermüdlich am Telefon saßen, oder sich den Wecker gestellt haben, um online an einen neu freigeschalteten Termin zu gelangen. „Sie sind mitten in der Nacht aufgestanden, um für andere einen Termin zu vereinbaren, das ist wirklich bemerkenswert und dafür möchte ich Ihnen ganz herzlich danken.“ Er freue sich, dass durch die Hilfe der Ehrenamtlichen so viele Termine vereinbart und so viele Menschen geimpft werden konnten. Frei zeigte sich überzeugt, dass die Impfung gegen das Virus das Einzige ist, was wirklich hilft, die Einschränkungen der Pandemie zu beenden, am besten dezentral in den örtlichen Arztpraxen.

Über den Start der Impfkampagne in den Impfzentren hatte Oberbürgermeister Sebastian Frei alle über 80-Jährigen Einwohner in Bad Rappenau im Januar in einem Brief informiert. Dieser enthielt auch den Hinweis auf das örtliche Hilfsangebot für alle, die nicht allein zurechtkommen und niemanden haben, der ihnen bei der Terminvereinbarung helfen kann.

Für 130 ältere Mitbürger konnten die ehrenamtlichen Helfer mittlerweile schon Termine vereinbaren. Zusammengebracht wurden sie von Rathausmitarbeiterin Birgit Böhm und einem Team von vier weiteren Kolleginnen. Sie nahmen die Anrufe der Hilfesuchenden entgegen und vermittelten sie an die Helfer. „In den ersten 3-4 Tagen, nachdem der Brief von OB Frei an alle über 80-Järhigen verschickt war, stand das Telefon nicht mehr still“, berichtet Birgit Böhm. Viele waren überfordert mit dem Anruf bei der Hotline oder der Online-Terminvereinbarung.

Eine von ihnen ist Gerlinde Horn. Die Bad Rappenauerin hatte sich als Hilfesuchende ans Rathaus gewandt und berichtete nun über ihre Erfahrungen: „Ich kann nur Positives sagen. Es hat gar nicht lange gedauert, bis ich die beiden Termine hatte.“ Mit dem Bürgerbus ging es dann nach Sinsheim, der freundliche Fahrer half, wo er nur konnte und prüfte auch, ob die Impfberechtigten alle erforderlichen Unterlagen dabei hatten. „Ich bin sehr dankbar für die Hilfe“, schloss Frau Horn.

Auch die Helfer berichteten von ihren – durchweg positiven – Erfahrungen mit den Hilfesuchenden. Dabei verfolgten sie verschiedene Methoden für die Terminbuchung. Während die einen telefonisch zum Zug kamen, setzen die anderen auf Online-Buchungen, für die sie teilweise um Mitternacht aufstanden, um einen der knappen Termine zu ergattern. Allen Helfern gemeinsam ist, dass sie „ihre Senioren“ umfassend schriftlich informierten: Wann und wo ist der Termin und was muss mitgebracht werden?

Die einen warfen die Infobriefe in den Briefkasten der Betreuten, während andere sich im Freien trafen, um die Infos zu übergeben. Oftmals meldeten sich die Senioren nach erfolgter Impfung bei ihren Helfern und berichteten über ihre Erfahrungen oder umgekehrt – die Helfer fragten nach, ob alles gut geklappt hat. „Alle waren sehr dankbar und glücklich“, berichtet einer der Helfer, „unsere Hilfe wird weiterhin gebraucht, ich bin motiviert, weiter zu machen.“ „Ich möchte die Zeit, in der ich meine Freunde nicht treffen kann, sinnvoll nutzen“, berichtet ein anderer Helfer. Auch er will weiter mitmachen und freut sich über die Dankbarkeit, die den Helfern entgegen gebracht wird.

Nachdem sich der Kreis der Impfberechtigten mit den über 70-Jährigen im März deutlich vergrößert hat, hofft Birgit Böhm, dass die Helfer bei der Stange bleiben. Denn auch für diesen Personenkreis soll Hilfe angeboten werden, sofern die Senioren nicht selbst zurecht kommen und niemanden haben, der ihnen hilft. Die Helfer jedenfalls sind motiviert.


Impfung der über 70-Jähringen möglich – kein persönlicher Brief von der Stadt
Seit Anfang März ist nun auch die Impfung der über 70-Jährigen möglich. Impfwillige können unter der Tel.Nr. 116117 oder per Email unter www.impfterminservice.de versuchen, einen Termin zu buchen.
Die Stadt Bad Rappenau wird aber an diesen großen Personenkreis keinen persönlichen Info-Brief senden, sondern über entsprechende Aufrufe im Mitteilungsblatt und online informieren.

 
 
 
 
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