• Salinenpark

    Salinenpark Frühling Krokus

  • Wasserschloss Bad Rappenau

    Wasserschloss Bad Rappenau Nacht

  • Salinenpark

    Salinenpark Frühling Tulpen

Beitragsbild

Kürzlich wurden die Sanierungsarbeiten am historischen Tretrad am Ende des Salinenparks beendet. Neben einer neuen Dacheindeckung wurden morsche und verfaulte Balken ausgetauscht und die Dachentwässerung erneuert.

Das Tretrad, das Teil eines Ensembles aus 5 Bohrhäusern und eines Bohrturms ist, erinnert an die Anfänge der Solebohrung, in deren Folge Bad Rappenau zu einem Kur- und Bäderstandort werden konnte. Es war eine von Menschen angetriebene Muskelkraftmaschine. Diese fand bei der Niederbringung der Bohrlöcher, deren Ausbau zur Soleförderung, bei deren Reinigung und beim Einbau der Solepumpen Verwendung. Ab 1905 wurden seine Aufgaben vom fahrbaren, mit elektrisch betriebener Kabelwinde versehenen Bohrturm übernommen. Seit 1822 wird in Bad Rappenau Sole aus dem in ca. 180 m Tiefe liegenden und über 32 m mächtigen Steinsalzlager gewonnen. Die Bad Rappenauer Sole ist eine vollgesättigte (27%) Natrium-Chlorid-Sole. In einem Liter Sole sind 316 g Salze enthalten. 

Rechtzeitig zum 200-jährigen Jubiläum der Solebohrung wurden nun die Sanierungsarbeiten an dem historischen Tretrad für rund 23.700 Euro abgeschlossen. „Der Heimat- und Museumsverein kümmert sich mit großer Hingabe um diesen Bereich, der sehr wichtig in der Geschichte Bad Rappenaus ist. Das Ensemble mit Tretrad ist ein Aushängeschild für Bad Rappenau, das hier an diesem gut frequentierten Ausflugsweg stark wahrgenommen wird“, so Oberbürgermeister Sebastian Frei.

Koordiniert hat die Arbeiten Jonathan Löser vom Hochbauamt, der die Details erklärt: „Das Dach war marode und durchgefault, die Entwässerung war schadhaft und war teilweise gar nicht mehr da. Die neue Schalung wurde aus Fichtenholz hergestellt, eingedeckt wurde das Dach mit Bitumenbahnen, damit keine Moose mehr darauf hängen bleiben. Auch die Schwellenhölzer wurden teilweise erneuert. Die neuen Schwellen aus Douglasienholz wurden mit Eichendübeln verbunden, um historischen Charme zu verleihen“.

Die Sanierungen beim Tretrad, dessen ältester noch erhaltener Teil die Antriebswelle ist, waren der „Startschuss“ für die Sanierungsarbeiten im Bereich der historischen Anlagen. Aktuell wird die Grillhütte an der Solebohrung erneuert, die Arbeiten daran sollen bis Ende Juni beendet sein. „Bei der Grillhütte stand früher ein Bohrturm aus Eisen, denn darunter befand sich ein Bohrloch, nur 10 Meter von der Grenze zu Hessen entfernt“, weiß Erich Schuh, Vorsitzender des Heimat- und Museumsvereins. „Ein Großteil der Schäden der vergangenen Jahre ist auf Vandalismus zurückzuführen, so wurden zum Beispiel die Entwässerungsanlagen beim Tretrad beschädigt und Regenrohre entwendet.“

Ab Anfang Oktober sollen die Bohrhäuser 3 und 4 saniert werden. „Sie wurden als einfachster Industriebau konzipiert und waren niemals dafür gedacht, dass sie 100 Jahre und mehr überstehen, für den Bau wurde nur billigstes Nadelholz verwendet“, erzählt Hochbauamtsleiter Alexander Speer. 

Rechtzeitig zu den Jubiläumsfeierlichkeiten im September sollen noch mehrere neue Schilder mit Erklärungen zur Geschichte der Saline aufgestellt werden. Dadurch werden teilweise die roten Schilder, die zur Landesgartenschau 2008 aufgestellt wurden, ersetzt.

 
 
 
 
WIR VERWENDEN COOKIES

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies).

Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.