• Wasserschloss Bad Rappenau

    Wasserschloss Bad Rappenau Nacht

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Nun ist es soweit – nach Monaten auf der Werft und intensiven Prüfungen und Vorbereitungen verlässt das Patenboot der Kurstadt, das Minentauchereinsatzboot „Bad Rappenau“, seinen Heimathafen Kiel, um für 5 Monate Teil des Ständigen Minenabwehrverbandes 2 der NATO im Mittelmeer und Schwarzen Meer zu werden. Erst Anfang Juli wird die „Bad Rappenau“ in Kiel zurückerwartet.

Unten finden Sie die offizielle Pressemeldung der Marine zum Auslaufen des Bootes. Was in den Monaten seit der Rückkehr des Bootes aus der Werft Ende 2020 alles passiert ist, lesen Sie im Brief des Kommandanten, Korvettenkapitän Jan Brodersen, an die Patenstadt.


Pressemeldung der Marine:
Am Montag, den 7. Februar 2022 um 10 Uhr, wird das Minentauchereinsatzboot „Bad Rappenau“ seinen Heimathafen Kiel verlassen. Das zum 3. Minensuchgeschwader gehörende Boot wird für die nächsten fünf Monate den deutschen Beitrag im Ständigen Minenabwehrverband 2 der NATO (SNMCMG 2 - Standing NATO Mine Countermeasures Group 2) stellen.

Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Jan Brodersen (37) wird sich die Besatzung der „Bad Rappenau“ in Haifa (Israel) mit dem übrigen NATO-Verband treffen. Anschließend geht es Richtung Schwarzes Meer. „In der aktuellen und volatilen sicherheitspolitischen Lage werden wir die NATO an vorderster Front repräsentieren, ein Umstand, der allen Besatzungsmitgliedern bewusst ist und unser Handeln bestimmt“, so der Kommandant.

Das Minentauchereinsatzboot besucht auf seiner Fahrt neun Länder, elf Häfen und nimmt an fünf internationalen Manövern teil. Korvettenkapitän Brodersen formuliert es zusammenfassend wie folgt: „Die internationale Zusammenarbeit war und ist für mich immer eines der prägnantesten und schönsten Merkmale der Marine. Der Austausch mit anderen Nationen, auf See oder im Hafen, erweitert den eigenen Horizont ungemein. Dazu habe ich das Glück, mit einer hervorragenden Besatzung zur See fahren zu dürfen, die den Höhen und Tiefen einer Abwesenheit von über fünf Monaten absolut gewachsen ist.“ Besonderheiten des Einsatzes sind natürlich der Hafenbesuch in Haifa und der Einsatz im Schwarzen Meer. „Auf beides freue ich mich besonders, bin mir aber auch der besonderen Herausforderungen bewusst“, so der 37-jährige Kommandant.

Kurz nach der Kieler Woche, am 5. Juli, wird die „Bad Rappenau“ wieder im Heimathafen Kiel zurückerwartet.

Brief von Kommandant Jan Brodersen:

Liebe Bad Rappenauer,
Am 07.02.2022 ist es soweit. Das Minentauchereinsatzboot Bad Rappenau verlässt nach einjähriger Einsatzausbildung den Heimathafen in Kiel, um ein Teil des ständigen Minenabwehrverbands der NATO im Mittelmeerraum -SNMCMG2- zu werden.

Ziel des Verbandes ist es, einer möglichen Bedrohung durch Seeminen und andere Kampfmittel zu begegnen, internationale Zusammenarbeit zu fördern und die NATO und ihre Mitgliedsstaaten zu repräsentieren. Dazu werden wir an diversen multinationalen Manövern teilnehmen und gemeinsam mit Partnernationen alle Facetten des Einsatzes unseres Boots trainieren. Es warten seemännische und militärische Herausforderungen auf uns, aber auch Sonnenaufgänge auf See, Kameradschaft und Erlebnisse, wie sie nur die Seefahrt schaffen kann.

Im vergangenen Jahr haben wir es pandemiebedingt nicht geschafft, uns persönlich zu treffen, deswegen möchte ich ihnen auf diesem Wege ein wenig über unser vergangenes Jahr erzählen, das ganz im Zeichen der Vorbereitung auf unseren Einsatz stand.

Wenn eine Einheit der Marine frisch aus der Werft kommt, so wie wir Ende 2020, müssen viele Dinge „neu“ trainiert werden. Die Besatzung hat sich verändert, es gibt einen neuen Kommandanten und die Abläufe an Bord in See müssen sich wieder entwickeln. Dazu durchliefen wir im Januar und Februar einen ersten Ausbildungsabschnitt, bevor wir im März an einer international besetzten Geschwaderübung in der Ostsee teilnahmen. Ab April ging es dann zurück in die Ausbildung, bevor wir im Juni mit dem Bestehen der dreiwöchigen „Schadensabwehr- und Gefechtsausbildung“ in Neustadt in Holstein einen weiteren Meilenstein in unserer Entwicklung zur Einsatzreife legen konnten.

Nach unserem wohlverdienten Sommerurlaub fand eine mehrwöchige Fahrt mit Tauchern über die Ostsee statt, inklusiv eines Besuchs der dänischen Insel Bornholm. Auf dem Rück-weg durften wir dann beweisen, dass wir seefest sind, eine 24-stündige Sturmfahrt forderte uns Alle sehr. Ein weiteres Highlight war die Zusammenarbeit mit dem Kieler GEOMAR-Institut für Meeresforschung, gemeinsam mit deren Forschungsschiff ALKOR wir alte Munition aus dem zweiten Weltkrieg in der Lübecker Bucht lokalisierten. Es folgte unser letzter Ausbildungsabschnitt, mit dessen bestehen wir die Einsatzreife erreichten, so dass wir nun best-möglich ausgebildet unserem Einsatz entgegensehen.

Auch innerhalb unseres Einsatzes werden wir versuchen, bestmöglichen Kontakt zu unserer Patenstadt, zu Ihnen, zu halten und würden uns freuen, auch von ihnen zu hören. Ich hoffe sehr, dass Sie uns dann im Sommer endlich besuchen können und wir gemeinsam eine Seefahrt auf dem Minentauchereinsatzboot Bad Rappenau genießen können.

J. Brodersen
Korvettenkapitän & Kommandant

 190402 SquadEx Kroencke 1141 kDas Tauchereinsatzboot 1067 Bad Rappenau fährt im Einsatzgebiet im Rahmen der multinationalen Geschwaderübung SquadEx zur Minensuche in der Ostsee, am 02.04.2019.
(Bildrechte: Bundeswehr / Marcel Kröncke Fotograf: Tanja Wendt)

 
 
 
 
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