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Neubau der Sophie-Luisen-Klinik offiziell übergeben

Mit einem Festakt und einem gut besuchten Tag der offenen Tür hat die Kur- und Klinikverwaltung Bad Rappenau (KUK) Anfang April den Abschluss des Projekts „Klinik 2015“ gefeiert. Im Mittelpunkt stand dabei der Neubau der geriatrischen Sophie-Luisen-Klinik, in dem auch die Zentralküche und der neue Speisesaal für die Patienten aller Kliniken untergebracht sind. Im Erdgeschoss des Neubaus befinden sich neben dem Speisesaal noch Behandlungs- und Funktionsräume, während die 72 Patientenbetten – überwiegend in Doppelzimmern – in den beiden oberen Stockwerken untergebracht sind. Ein weiteres Highlight des Projekts „Klinik 2015“ ist die sogenannte „Mall“, ein Gang, der unter der Salinenstraße hindurch die einzelnen Klinikgebäude miteinander verbindet.

Mit dem Abbruch von Teilen der bisherigen Rosentrittklinik hatten die Bauarbeiten im Frühjahr 2015 begonnen, im Dezember 2015 wurde der Grundstein für die neue Sophie-Luisen-Klinik gelegt und im Juni 2016 Richtfest gefeiert. Und das alles bei laufendem Betrieb „Rund 500 stationäre und zusätzlich ambulante Patienten wurden parallel zu den Bauarbeiten in den Kliniken betreut“, hob KUK-Geschäftsführer Olaf Werner beim Festakt vor zahlreichen Gästen hervor. Ein Umstand, der sowohl die am Bau beteiligten Firmen wie auch die Mitarbeiter immer wieder vor große Herausforderungen stellte.

Mit einem Patienten, um den man sich kümmern musste, verglich OB Hans Heribert Blättgen, Aufsichtsratsvorsitzender der KUK, den Kurbetrieb, den er bei seinem Amtsantritt im Jahr 2002 vorfand. Nach der Kurkrise der 1990er Jahre stand man damals vor zwei Alternativen: Die Geräte abschalten und den Patienten sterben lassen oder eine komplizierte Operation mit ungewissem Ausgang versuchen. „Man entschied sich dann für die OP, und dank des unbändigen Lebenswillens des Patienten erfreut dieser sich heute bester Gesundheit“, fasste Blättgen die umfangreichen Maßnahmen zusammen, mit denen der Kurbetrieb in Bad Rappenau fit für die Zukunft gemacht wurde.

Viel Lob für die Mitarbeiter der Kur- und Klinikverwaltung kam auch von Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum Baden-Württemberg: „Die Mitarbeiter haben während der Bauphase Höchstleistungen vollbracht.“ Nach Abschluss der rund 20 Mio. Euro teuren Baumaßnahmen fänden die Mitarbeiter aber nun modernste Arbeitsbedingungen vor, und auch das Angebot für die Patienten könne sich sehen lassen. „Bad Rappenau gehört zu den gefragtesten Kurorten im Kurland Baden-Württemberg“, zeigte sich Gurr-Hirsch überzeugt.

Auch Juan Victor Coseriu-Pisani, Abteilungsleiter Reha bei der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, erinnerte in seinem Grußwort an die Kurkrise: Zwischen 1995 und 2011 wurden die Mittel für die Reha drastisch gekürzt, in der Folge mussten zahlreiche Reha-Kliniken schließen. Der Standort Bad Rappenau sei dagegen heute umfassend aufgestellt: „Hierher kann man Patienten mit jeder Art von Erkrankung schicken.“

Dem Lob schloss sich Michaela Lierheimer, Bezirksgeschäftsführerin der AOK Heilbronn-Franken, an: „Schon bei der Planung haben Sie alles richtig gemacht“, lobte sie die Verantwortlichen. Bad Rappenau habe aus der Krise die richtigen Schlüsse gezogen und sei nun zukunftsfähig aufgestellt.

Einen Rückblick auf das Projekt „Klinik 2015“ gab KUK-Geschäftsführer Olaf Werner. Wesentliche Ziele des Projektes waren den Investitionsstau zu beheben und gleichzeitig die Abläufe in den Kliniken zu verbessern: die bestehende Gebäudestruktur behinderte mehr und mehr ein effizientes Arbeiten. „Das Personal war damit beschäftigt, Patienten zu transportieren“, so Werner, „wir wollten den Patienten nicht nur alles aus einer Hand, sondern künftig auch alles unter einem Dach bieten.“ 2009/10 hatte man mit der Renovierung von Gebäuden und der Neuordnung der Abläufe begonnen, bevor dann 2015 der „spektakuläre Abbruch“ eines Teils der ehemaligen Rosentrittklinik die Bauphase einläutete. Mit einem Ergebnis, über das der Geschäftsführer hörbar begeistert ist: „Heute haben wir hier die modernste Klinikküche in ganz Baden-Württemberg und die modernste Geriatrie in ganz Deutschland.“

Die KUK ist heute gut aufgestellt – und kann sich dennoch nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen, auch das machte Olaf Werner deutlich. Nächste Projekte sind der Rückbau der Küche in der Salinenklinik, die Sanierung des dortigen Restaurants sowie die Schaffung von durchgängigen Ebenen in der Salinenklinik. Und auch Großprojekte sind geplant, wie der Neubau des Therapiezentrums im Jahr ab 2018.

Im Anschluss an den offiziellen Teil hatten die Gäste Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen.