• Obstwiese
  • Wasserschloss Bad Rappenau

    Wasserschloss Bad Rappenau Nacht

  • Bad Rappenau
Beitragsbild

Seit 01.08.2021 ist André Göldenboth Klimaschutzmanager bei der Stadt Bad Rappenau. Ziele und erste Projekte der neu geschaffenen Stabsstelle im Rathaus stellte er gemeinsam mit Oberbürgermeister Sebastian Frei und Hauptamtsleiter Wolfgang Franke bei einem Pressegespräch vor.

Die Schaffung der Stelle wurde aus Bundesmitteln gefördert. Im Frühjahr wurde der Antrag bei ptj, dem Projektträger Jülich, gestellt, der die Förderprogramme im Auftrag des Bundes betreut. Mit Gesamtausgaben in Höhe von 165.000 Euro rechnet die Stadtverwaltung, 75 % wurden mittlerweile als Fördermittel bewilligt. „Die Förderung läuft zunächst für zwei Jahre, eine Anschlussförderung für weitere drei Jahre ist möglich“, berichtet Hauptamtsleiter Franke.

Erste Aufgabe des neuen Klimaschutzmanagers ist, wie in den Förderrichtlinien vorgesehen, die Ausarbeitung eines „integrierten Klimaschutzkonzeptes“ - ausgerichtet an den die örtlichen Gegebenheiten. In den Folgejahren sollen dann größere vorgeschlagene Maßnahmen umgesetzt werden.

Wie umfassend dieses integrierte Klimaschutzkonzept ist, kann man erahnen, wenn André Göldenboth die einzelnen Handlungsfelder nennt:

  • Erneuerbare Energien (in Bad Rappenau vor allem Photovoltaik und Biomasse)
  • Nachhaltige Mobilität (E-Mobilität, ÖPNV, Fuß- und Radverkehr)
  • Nachhaltige Wärmeversorgung
  • Klimafreundliche Gebäude & Verwaltung der Stadt (hier geht es vor allem um städtische Gebäude, einschließlich IT-Ausstattung und Straßenbeleuchtung)
  • Flächenmanagement (hierher gehören auch die Innenentwicklung sowie Erhaltung und Pflege von städtischen Bäumen)
  • Gewerbe und Industrie
  • Anpassung an den Klimawandel (in diesen sehr umfassenden Bereich gehören auch Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz & Biodiversität, Gesundheit, Wasserhaushalt inklusive Hochwasserschutz)
  • Klimafreundlicher Lebensstil (einschließlich Ernährung, Konsum und Energienutzung im Haushalt)

Nach der Ausarbeitung des Konzepts sollen konkrete Maßnahmen aus den Handlungsfeldern entwickelt werden, die zu den örtlichen Gegebenheiten passen und sich umsetzen lassen. „Beim Klimaschutz wird ämterübergreifend gearbeitet“, verdeutlicht OB Sebastian Frei, „wir befinden uns im regelmäßigen Austausch.“ Ausdrücklich lobt er das strukturierte Vorgehen des neuen Klimaschutzmanagers, ebenso wie dessen Begeisterung: „Er brennt für das Thema und sieht es sehr reflektiert und gleichzeitig pragmatisch.“

André Göldenboth ist in Obersulm aufgewachsen und war schon seit seiner Kindheit sehr naturverbunden. Bei Waldarbeiten und Tätigkeiten in einem ökologischen Landwirtschaftsbetrieb konnte er praktische Erfahrungen in puncto Nachhaltigkeit und Klimawandel sammeln, noch bevor diese Themen in aller Munde waren. Nach einem Studium im Bereich Technologiemanagement an der Universität Stuttgart beschloss er, den Schwerpunkt seiner weiteren Ausbildung auf das Thema „Nachhaltigkeit“ zu legen und absolvierte ein Masterstudium im Bereich „Nachhaltige Energiesysteme“ an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Auch Philosophie und Soziologie zählen zu seinen Interessen.

Natürlich möchte der neue Klimaschutzmanager auch die Öffentlichkeit in seine Tätigkeit mit einbeziehen. „Das Wissen, das in der Region vorhanden ist, soll natürlich genutzt werden“, verdeutlicht Göldenboth. Eine erste Kontaktaufnahme mit den örtlichen Vereinen ist bereits erfolgt, diese wurden zu einem Klimadialog eingeladen.

Auch erste kleinere Aktionen sind schon geplant, wie die Handy-Sammelaktion in den Bürgerbüros vom 17.09. – 01.10.2021 oder das „Sanierungsmobil“, das am 08.10.2021 vor dem Rathaus Halt macht. Hier kann man sich von 10 – 16 Uhr über die Sanierung am Eigenheim, Heizungserneuerung, Fenstertausch und Dämmung, gesetzliche Vorgaben und finanzielle Förderungen informieren.

 

 
 
 
 
WIR VERWENDEN COOKIES

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies).

Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.