• Wasserschloss Bad Rappenau

    Wasserschloss Bad Rappenau Nacht

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Anfang Februar hat das Patenboot der Kurstadt, das Minentauchereinsatzboot „Bad Rappenau“, seinen Heimathafen Kiel verlassen, um sich dem Ständigen Minenabwehrverband 2 der NATO (SNMCMG 2 - Standing NATO Mine Countermeasures Group 2) anzuschließen.

Mittlerweile ist das Boot unter dem Kommando von Korvettenkapitän Jan Brodersen im Mittelmeer angekommen und hat einen ersten Bericht über die Erlebnisse auf der Fahrt an die Patenstadt geschickt. Lesen Sie hier, wie es Boot und Besatzung in den letzten Wochen ergangen ist (Stand: 07.03.2022):

01-Brest02-Cadiz103-StraevonGibraltar04-Valetta

„Vier Wochen ist es nun her, dass wir von Kiel aus Richtung Mittelmeer gestartet sind. Unser erster Fahrplan lautete Kiel - Brest – Cádiz - Valletta.
Um den großen Transit zu beginnen, mussten wir zuvor jedoch den Nord-Ostsee-Kanal befahren, welcher uns nach ca. 8h in die Nordsee führte.
Als wir am 07.02. in den Abendstunden den Nord-Ostsee-Kanal verließen, durchquerten wir nach kurzer Zeit den Ärmelkanal, welcher uns weiter in den Atlantik führte. Auf diesem Teilstück hatten wir den ersten schwereren Seegang und unser Boot sowie die Besatzung wurde intensiv auf Seetauglichkeit getestet.
Am 10.02. machten wir einen kurzen Stopp zum tanken in Brest und fuhren am gleichen Tag weiter - mit dem Ziel Cádiz in Spanien. Zuvor mussten wir allerdings die berüchtigte Biskaya durchfahren.
Am 13.02. kamen wir in Cádiz an und konnten nun erstmals von Bord, um uns ein wenig die Beine zu vertreten. Am Tag darauf hieß es wieder Leinen los und ein - auf nach Valletta (Malta). Hierzu fuhren wir durch die Meerenge von Gibraltar und konnten unter anderem auf Steuerbord Afrika und auf der Backbordseite Europa sehen.
Ab 17.02. hatten wir in Valletta einen Aufenthalt von 3 Tagen. Hier konnten wir nochmal durchatmen, Proviant aufnehmen, tanken, aber auch die ein oder andere Sehenswürdigkeit anschauen. Die ersten Tauchgänge hatten wir nun auch bereits erledigt und konnten uns von der hellblauen See sowie den hervorragenden Sichtbedingungen überzeugen.
19.02. – wir befinden uns wieder auf dem Transit mit dem Ziel Haifa in Israel, dem ersten Höhepunkt auf unserer Tour.
--- Nach den ersten beiden Wochen haben wir mit unserem Boot bereits 2700 Seemeilen zurückgelegt ---
Am 21.02. kam es zum ersten großen Highlight während unserer Tour und wir legten in Israel im Hafen von Haifa an. In Israel war es unsere Aufgabe, die Zusammenarbeit zwischen den israelischen und deutschen Minentauchern enger zu verweben und miteinander zu trainieren. Dementsprechend übten wir täglich bei verschiedenen Szenarien. Zum einen übten wir die Beseitigung behelfsmäßiger Sprengfallen im maritimen Umfeld und zum anderen tauschten wir Erfahrungen während verschiedener Unterwasser-Sprengverfahren aus.
Trotz des straffen Programms hatte die Besatzung auch die Möglichkeit, sich Land und Leute näher anzuschauen. So blieben Besuche in Jerusalem und Tel Aviv nicht aus.
In Israel blieben wir bis 01.03. und fuhren dann in Richtung Kreta, um uns dort dem Nato-Verband anzuschließen. Daher fahren wir auch seit dem 01.03. unter der Flagge der Nato.
Seitdem 04.03. sind wir nun im Verband unterwegs und üben im ersten Manöver vor der Küste Kretas. Hier kommen wir unserer eigentlichen Aufgabe nach und trainieren das Aufspüren und Beseitigen von Minen unter Wasser.“

Die Stadt Bad Rappenau wünscht ihrem Patenboot, dem Minentauchereinsatzboot Bad Rappenau, weiterhin gutes Gelingen und eine sichere Fahrt, vor allem aber eine gute und gesunde Rückkehr in den Heimathafen Kiel, wo das Boot Anfang Juli wieder erwartet wird.

 
 
 
 
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