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35 Jahre Städtepartnerschaft Bad Rappenau – Contrexéville, 25 Jahre Städtepartnerschaft Contrexéville – Llandrindod Wells

Zu einem Festwochenende waren Gäste aus Bad Rappenau und Llandrindod Wells in Wales Mitte Juli in ihre gemeinsame französische Partnerstadt Contrexéville gefahren. Schließlich gab es Einiges zu feiern: Seit 25 Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen Contrexéville und Llandrindod Wells, sogar noch 10 Jahre länger die Partnerschaft zwischen Contrexéville und Bad Rappenau.

Während die Bad Rappenauer Delegation mit über 30 Teilnehmern per Bus anreiste, hatten die 12 Gäste aus Wales in mehreren Kleingruppen die Fahrt angetreten. Auch Bürgermeister Jon Williams und seine Familie scheuten keine Mühe, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen: Sie brachen in der Nacht zum Freitag auf, direkt im Anschluss an ein Theaterstück, bei dem Jon Williams noch auf der Bühne gestanden hatte.

Wie üblich nutze die Rappenauer Gruppe die Anreise, um unterwegs interessante Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, in diesem Jahr stand bei strahlendem Sommerwetter ein Abstecher auf den „Mont Sainte Odile“, den Otilienberg mit seinem Kloster, im Elsass auf dem Programm. In Contrexéville angekommen wurde man gemeinsam mit den Gästen aus Wales vom örtlichen Partnerschaftskomitee begrüßt und bewirtet.

Der folgende Freitag, der 14.07.2017, stand ganz im Zeichen der Feierlichkeiten zum Französischen Nationalfeiertag, zu dem ein großer Festakt vor dem „Casino“ abgehalten wurde, und bei dem die örtliche Feuerwehr, die Pompiers, eine bedeutende Rolle spielt. Drei Feuerwehrleute aus Treschklingen hatten sich der Fahrt angeschlossen und nahmen nun an der feierlichen Parade teil. Nach einem Sektempfang auf Einladung von Contrexévilles Bürgermeister Luc Gerecke ging es zu einem mehrgängigen und mehrstündigen Mittagessen in den Nachbarort Bulgnéville. Am Abend stand – wie jedes Jahr – das prächtige Feuerwerk am See von Contrexéville auf dem Programm, das die Gäste Jahr für Jahr aufs Neue begeistert.

Die Städtepartnerschaften und ihre Jubiläen standen am Samstag im Mittelpunkt. Eine alte englische Rose, ein Geschenk der Partnerstadt Llandrindod Wells, wurde von den drei Bürgermeistern Luc Gerecke, Jon Williams und Hans Heribert Blättgen vor der örtlichen Grundschule gepflanzt. Spontan fand sich ein Chor mit Sängern aller drei Partnerstädte zusammen, um das Lied „The Rose“ zu intonieren. Die gleiche Rose kann man auch in Bad Rappenau bei den drei Quellsteinen der Partnerstädte im Schlosspark finden. Anschließend wurde im Kulturzentrum „Andrée Chedid“ gemeinsam gefeiert. Den Nachmittag nutzten die Gäste, um sich im örtlichen Thermalbad zu entspannen oder zu einem Besuch des hochkarätig besetzen Damen-Tennisturniers „Grand Est Open 88“, wo man den Einzug der Deutschen Tatjana Maria ins Finale feiern konnte.

Auch die Rückfahrt am Sonntag wurde – nach einem herzlichen Abschied von den französischen Gastgebern und den walisischen Gästen – für einen Abstecher genutzt. Es ging zum Schiffshebewerk Arzviller, das in den 1960er Jahren am Rhein-Marne-Kanal errichtet wurde, einen Höhenunterschied von über 44 Metern überwindet und damit 17 Schleusen ersetzt. Allerdings sank der Güterverkehr auf dem Kanal gerade in dieser Zeit deutlich, so dass das Hebewerk heute hauptsächlich eine Touristenattraktion ist, bzw. von gemieteten Freizeitbooten genutzt wird.

Kaum aus Frankreich zurückgekehrt, stehen schon die Vorbereitungen für die nächste Fahrt auf dem Programm: Anfang der Sommerferien fährt der Partnerschaftsförderverein im Rahmen des Ferienprogramms mit einer Gruppe Jugendlicher wieder nach Contrexéville. Auch am dortigen Stadtfest im September wird sich eine Gruppe aus Bad Rappenau beteiligen. In knapp drei Monaten treffen sich dann Gäste aus allen drei Partnerstädten wieder in Bad Rappenau, wenn der Besuch des überaus beliebten Oktoberfestes ansteht – natürlich stilecht in Tracht!


Gedenken an Simone Paulmier
Im Rahmen ihres Aufenthaltes hatten die Vorstandsmitglieder des Partnerschaftsfördervereins und Vertreter der Stadtverwaltung auch eine traurige Pflicht zu erfüllen: Anfang Juni war wenige Tage nach ihrem 87. Geburtstag die langjährige Vorsitzende des Comités de Jumelage de Contrexéville, Simone Paulmier, verstorben. Auf ihrem Grab auf dem örtlichen Friedhof legten die Gäste aus Deutschland ein Gesteck nieder und hielten eine Gedenkminute ab. Vor 35 Jahren war Simone Paulmier dabei, als die Städtepartnerschaft zwischen Contrexéville und Bad Rappenau ins Leben gerufen wurde, und viele Jahre lang hat sie auf französischer Seite den Austausch zwischen beiden Städten organisiert. Für ihre Verdienste um die Städtepartnerschaft wurde Simone Paulmier 1997 vom damaligen Bürgermeister Gerd Zimmermann mit der Silbernen Ehrenmedaille der Stadt Bad Rappenau ausgezeichnet.

 

0930 Jubil Kranzniederlegung
Kranzniederlegung am Grab von Simone Paulmier