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In großen Schritten voran geht es bei der Sanierung der Grundschule in Grombach. Startschuss für die im Januar vom Gemeinderat beschlossenen Sanierungsarbeiten war planmäßig mit Beginn der Sommerferien.

Mittlerweile sind erste Ergebnisse sichtbar. So wurden innerhalb der Ferien zügig neue WC-Anlagen für die Kinder eingebaut und der Anbau an die alte Kochschule, in die nach Fertigstellung die Kernzeitkinder einziehen, steht auch bereits. Auf der Vorderseite wurden die alten Kunststoff-Fenster gegen Holzfenster mit Stegen eingetauscht, damit wurde dem historischen Gebäude wieder etwas seines ursprünglichen Aussehens zurückverliehen. Dies geht aus historischen Aufnahmen des Gebäudes hervor, das 1888/1889 errichtet wurde. Die Sanierung erfolgt außerdem unter denkmalschutzrechtlichen Gesichtspunkten.

Aktuell wird vor allem im Dachgeschoss fleißig gearbeitet. Nachdem dieses leergeräumt und entkernt wurde, wurden die neuen Dachfenster an einem Wochenende eingebaut, um den Schulbetrieb nicht zu stören, der parallel zu den Arbeiten im Gebäude stattfindet. Momentan wird der alte Dielenboden herausgenommen und ein Untergrund für den künftigen Fußboden verlegt, mindestens ein morscher Dachbalken muss noch ausgetauscht werden. In dem großen, bisher nur als Lagerraum genutzten Dachgeschoss sollen dann drei helle Räume entstehen: ein Lagerraum, ein Besprechungsraum und ein Zimmer für Lehrer bzw. zur Unterrichtsvorbereitung. Die freigelegten Dachbalken sollen dabei teilweise sichtbar bleiben und überarbeitet werden. Ein toller Raumgewinn für die Grundschule, die das ehemals zugige Dachgeschoss bisher allenfalls als Lagerraum nutzen konnte. „Das Dachgeschoss war eine energetische Katastrophe, die Innentemperatur war gleich der Außentemperatur, dank der neuen Dämmung ist dies dann zum Glück Vergangenheit“, erinnert sich Hochbauamtsleiter Alexander Speer, der auch weiß, dass in dem großen Dachgeschoss während des Krieges wohl ein Getreidelager war, da Reste davon unter dem alten Dielenboden hervorkommen, und nach dem Krieg wurden die Räume als Wohnung für eine aus Ungarn vertriebene Familie genutzt, worauf noch mehrere alte Tapetenschichten hindeuten.

Aber das ist nicht alles, um das Dachgeschoss nutzbar zu machen und somit dem Brandschutz Rechnung zu tragen, musste noch eine Fluchttreppe als 2. Rettungsweg angebaut werden, die Dachaußenhaut musste ertüchtigt und die Dachziegel erneuert werden.

Projektleiter und Hochbauamtsmitarbeiter Lars Kirstenpfad ist optimistisch, dass die Fertigstellung wie geplant zum Jahresende und im geplanten Kostenrahmen erfolgt, aber man wisse natürlich nie, was man noch unter dem Boden, der gerade herausgenommen wird, findet. Aber auch andere Gründe können zu Verzögerungen führen, beispielweise habe man auf die Gitterroste für die Fluchttreppe 2 Monate warten müssen, weil die Mitarbeiter der beauftragten Firma in Kurzarbeit waren.

Zeitgleich zum Dachgeschossausbau erfolgt eine Ertüchtigung der Fassade, diese soll auf der Vorderseite nach dem historischen Vorbild gestaltet werden, beispielsweise erhielten die Fenster dazu schon Natursteingesimse.
Die Außenarbeiten konzentrieren sich hauptsächlich auf die vordere Front zur Straße hin, da auf der Rückseite, Richtung Schulhof, schon zu viel verändert wurde, um es nach dem historischen Vorbild wieder zu rekonstruieren.

Komplett neu steht schon der Anbau an die alte Kochschule. Die Planung dafür erfolgte komplett im städtischen Hochbauamt. Hier wird nach endgültiger Fertigstellung die Kernzeit einziehen, die dann künftig zwei Räume zur Verfügung hat, zum Lernen und zum Spielen. Ebenfalls in dem Gebäude befinden sich Vereinsräume des Musikvereins und des Wandervereins, außerdem ist ein Fahrzeug der Feuerwehr im Gebäude untergestellt.

„Wenn wir hier fertig sind, ist alles energetisch auf Vordermann gebracht“, freut sich Hochbauamtsleiter Alexander Speer, „aber dann sind wir noch lange nicht fertig, nach und nach sollen alle Schulen und Kindertagesstätten ertüchtigt werden“.

Die Umbaumaßnahmen hat einen geschätzten Kostenumfang von rund 800.000 Euro, Fördermittel aus der Schulbausanierung sowie aus der Schulbauförderung wurden beantragt.

 

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Der Anbau an die alte Kochschule für die Kernzeitkinder entsteht.
Bild: Alexander Speer

0228 Dachgeschoss 
Der Ausbau des Dachgeschosses schreitet zügig voran.
Bild: Stadt Bad Rappenau



 
 
 
 
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