• Wasserschloss Bad Rappenau

    Wasserschloss Bad Rappenau Nacht

Rund um die Uhr sind sie in Betrieb: die beiden Kläranlagen der Stadt Bad Rappenau. 24 Stunden am Tag an 7 Tagen in der Woche reinigen die Anlagen im Mühlental und in Bonfeld das Abwasser der Stadt und der Stadteile. Und das seit fast 50 Jahren. 1972 wurde die Kläranlage in Bonfeld gebaut und 2002 um ein zweites, größeres Becken erweitert. Hier werden die Abwässer aus Bonfeld, Fürfeld und Treschklingen gereinigt. Damit die Anlage zuverlässig arbeiten kann, werden derzeit die Sanierungsarbeiten fortgesetzt.

„Die Kläranlagen sind ein wichtiger Bereich der Stadtverwaltung, auch wenn sie nicht so sehr in der öffentlichen Wahrnehmung stehen“, so OB Sebastian Frei bei einer Besichtigung der Baustelle, „nicht umsonst gehören sie zur kritischen Infrastruktur.“

„Fertig ist man auf einer Kläranlage nie“, weiß Klärwärter Gerd Schleyer zu berichten. Und abschalten kann man die Anlage auch nicht. D.h. die Sanierungsarbeiten müssen im laufenden Betrieb ausgeführt werden. Nachdem in Bonfeld 2017 das Kombibecken 1 umfassend saniert wurde, folgte 2020 die Erneuerung der Gebläse. Derzeit werden das Kombibecken 2 und die Schlammsilos saniert.

Am Kombibecken 2 wurde die Beschichtung der Räumerlaufbahn sowie der Außenflächen saniert. Während der Sanierung blieb das Becken in Betrieb, was aufwendige Schutzmaßnahmen erforderlich machte, damit keine Reste der Altbeschichtung in das Becken gelangten. Nur für 2 Stunden musste der Räumer angehalten werden. In dieser Zeit wurde eine mechanisch hoch belastbare Kunstharzbeschichtung aufgebracht, die schon nach kurzer Zeit wieder befahrbar sein musste. Denn normalerweise fährt der Räumer ununterbrochen langsam im Kreis und reinigt so das Nachklärbecken, das innere der beiden Becken, vom Schlamm, der sich am Boden absetzt.

Parallel zu den Arbeiten am Kombibecken 2 werden die beiden Schlammsilos erneuert. Auch sie stammen aus dem Jahr 1972 und liegen unscheinbar zwischen den Gebäuden der Kläranlage – der Großteil ihres Volumens liegt unter dem Boden. In den Silos, die ein Fassungsvermögen von jeweils 200m³ haben, wird der Schlamm aus den Klärbecken zwischengelagert, bevor er zur Entwässerung in die Kläranlage Mühlbachtal abgefahren wird. Weil während der Sanierung nur ein Silo zur Verfügung steht, muss der Abtransport entsprechend öfter erfolgen.

„In den Silos wurden innen und außen Betonabplatzungen festgestellt, teilweise sind die Bewehrungsstähle angegriffen“, berichtet Tiefbauamtsleiter Erich Haffelder. Für die Sanierung wird der Untergrund mittels Hochdruckwasserstrahlen (bis 2500 bar) vorbereitet und geschädigte Bewehrung frei gelegt, von Rost befreit und teilweise ergänzt. Anschließend wird sie wieder abgedeckt und mit einer Schutzbeschichtung überzogen. Hierdurch wird der Widerstand gegen biogene Korrosionsprozesse erhöht. Eines der beiden Silos ist mittlerweile fertig gestellt und wieder in Betrieb genommen. Momentan läuft die Sanierung des zweiten Silos.

Die geschätzten Kosten einschl. Nebenkosten für die Gesamtmaßnahme liegen bei ca. 734.000 Euro (brutto). Derzeit liegen die Arbeiten im Zeitplan sowie im Kostenrahmen.


 


 
 
 
 
WIR VERWENDEN COOKIES

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies).

Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.