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Im April war es endlich soweit: Der neuangelegte Spielplatz in der Ortsmitte Zimmerhof konnte eröffnet werden. Nachdem die neuen Spielgeräte im Herbst 2017 geliefert und aufgebaut wurden, konnte das weitläufige Gelände wegen der nassen und kühlen Witterung nicht freigegeben werden. Erst als das Gras hoch genug war, konnte die Sperrung aufgehoben werden: „Wo kein Holzhäcksel unter den Spielgeräten liegt, dient das Gras als Fallschutz, daher konnten wir die Anlage nicht früher freigeben“, weiß Olivia Edwards, die im Tiefbauamt u.a. für die Planung von Spielplätzen zuständig ist.

In die Konzeption dieses Spielplatzes hat sie besonders viel Herzblut investiert. „Ich bin selbst als Kind oft auf den alten Abenteuerspielplatz hier in Zimmerhof gekommen“, berichtet sie, „dass ich nun die Chance habe, hier selbst etwas für Kinder zu planen, freut mich sehr“. Der Spielplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe zum historischen Fünfmühlental. Entlang des Mühlbaches erstreckt sich das weitläufige Gelände auf einer Grünfläche nahe der Grundschule und des Kindergartens. Das Konzept der Spielplatzgestaltung greift die regionale Besonderheit der fünf historischen Wassermühlen im Fünfmühlental auf. Die fünf Wassermühlen rund um den Mühlbach dienten als Namensfindung für die einzelnen Spielzonen.

Die neuen Spielgeräte bestehen überwiegend aus Lärche-Leimholz, das – im Gegensatz zu Metallgeräten – den Vorteil hat, dass einzelne Teile bei Bedarf schnell ausgetauscht werden können. „Dadurch müssen wir Spielgeräte nicht so lange sperren, wenn sie defekt sind. Die Holzteile kann der Bauhof normalerweise innerhalb von einem Tag austauschen“, erklärt Olivia Edwards.

Nachdem bereits Mitte August letzten Jahres der Kleinkindbereich des neuen Spielplatzes „Zimmerhof Hausflur“, die „Kugelwiese“, fertiggestellt wurde, können nun auch die weiteren Bereiche für die größeren Kinder genutzt werden. Durch den starken Niederschlag war das Gelände zunächst länger als geplant nicht begehbar, auch der Rasen war noch nicht genügend nachgewachsen. Seit kurzem ist das komplette Gelände freigegeben und die Kinder können nach Herzenslust spielen und toben. Der weitläufige Wiesenbereich lädt zum Picknick ein.

„Das ist natürlich das Flaggschiff unter unseren Spielplätzen“, so OB Sebastian Frei. Nicht überall gibt es schließlich so viel Raum, um einen Spielplatz dieser Größenordnung zu realisieren. 49 Spiel- und Bolzplätze gibt es in Bad Rappenau und seinen Stadtteilen. Diese werden ständig überwacht und verbessert. Dabei sollen in Zukunft auch verstärkt die Wünsche der Nutzer, also von Familien und Kindern, einfließen. „Wir planen eine Umfrage unter den Nutzern, welche Spielplätze ihnen besonders gefallen und wo vielleicht etwas fehlt“, blickt OB Frei voraus.

Beim Spielplatz „Hausflur“ fehlt aus der Sicht der Verantwortlichen nur noch eins: Eine Infotafel, die über die Konzeption des Spielplatzes und die Geschichte des benachbarten Fünfmühlentals informiert. „Das werden wir aber noch anbringen“, versichert OB Frei.


Konzeption der Spielplatzgestaltung
Ein Besuch lohnt sich, denn es ist für jedes Alter etwas geboten:

„Kugelwiese“ (0-3) Jahre:
Der Kleinkindbereich ist durch den Wegverlauf in zwei Hälften geteilt, östlich gibt es vielfältige Bewegungsmöglichkeiten für die Kleinsten. Die Spielgeräte der Fa. Eibe, speziell die Serie „minimondo“, sind für die Bedürfnisse der unter Dreijährigen konzipiert, um sie gezielt zu fördern und Freude an Bewegung zu vermitteln. Der Bereich befindet sich bewusst außerhalb des Spielareals, um den Schutzbedürfnissen der Kleinen gerecht zu werden.
Westlich bietet die großzügige Wiese in Hanglage, ihrem Namen entsprechend, viel Platz zum Kugeln und Herunterrollen.

„Bartsmühle“ (0-99 Jahre):
Ein Balancierparcours, mit vielen unterschiedlichen Übergängen, führt Groß und Klein durch die Landschaft bis hin zum Sandspielgerät.

„Schnepfenhardter Burg“ (3-6 Jahre):
Eine Spielatmosphäre mit dem Thema Burg. Die Kinder erobern je nach Alter und Fähigkeit verschiedene Burgtürme. Dort erwarten sie steile und vor allem wackelige Aufstiege, sowie ein schneller Abstieg über die Burgrutsche.

„Sommersfeld“ (6-12 Jahre):
Die jungen Besucher erwartet neben vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten wie Klettern, Hangeln und Balancieren eine coole Sitzgelegenheit zum Abhängen. Zudem lädt eine Kletternetzstruktur in der Nähe des Weges zu sportlichen Aktivitäten ein.

„Maysack’sches Tal“ (12-16 Jahre):
Die vorhandene Multifunktionssportanlage wird durch weitere „Kraft- und Bewegungsmöglichkeiten“ speziell für Jugendliche erweitert.

Die Gesamtkosten für den Spielplatz, zu denen auch der Rückbau der alten Spielgeräte, Pflanzarbeiten, Bänke, Abfalleimer und Kosten für den TÜV gehören, belaufen sich auf ca. 150.000 Euro, rund 100.000 Euro entfallen allein auf die neuen Spielgeräte.