Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen
  • Salinenpark

    Salinenpark Frühling Krokus

  • Wasserschloss Bad Rappenau

    Wasserschloss Bad Rappenau Nacht

  • Salinenpark

    Salinenpark Frühling Tulpen

  • Gradierwerk

    Gradierwerk Besucher

Vier Stolpersteine erinnern ab sofort in der Bonfelder Ortsmitte an die jüdische Familie Hertz, die bis zum Beginn der 1940er Jahre in der damaligen Hauptstraße 3 (heute Kirchhausener Straße) in Bonfeld gelebt hat.

Zahlreiche Interessierte wohnten der ersten Stolperstein-Verlegung im Stadtgebiet von Bad Rappenau bei, die Künstler Gunter Demnig persönlich vornahm und die von Olga Stuckert am Akkordeon und Kindern der Grundschule Bonfeld musikalisch umrahmt wurde.

Die Initiative für die Verlegung der Stolpersteine ging von Hilde Lansche aus, die aus Bonfeld stammt. Zur Zeit der Deportation war sie noch ein kleines Kind, durch Erzählungen ihrer Eltern und ihrer Schwester lernte sie aber das Schicksal der Familie Hertz kennen und hat nun weder Kosten noch Mühen gescheut, um die Erinnerung an die Deportierten am Leben zu erhalten. In persönlichen Worten berichtete sie von der Verbindung, die durch die Erzählungen ihrer Eltern zur Familie Hertz entstanden ist, und die nun die Motivation dafür war, die Verlegung der Stolpersteine in Bonfeld in die Wege zu leiten. Angeregt und in ihrem Vorhaben bestärkt wurde Hilde Lansche von ihrer Tochter und ihrer Nichte. Als Ansprechpartner und Organisatoren vor Ort unterstützten der Kirchengemeinderat und Pfarrerin Stefanie Siegel das Anliegen.

Der Künstler Gunter Demnig hat das Projekt Stolpersteine zu Beginn der 1990er Jahre ins Leben gerufen. Mittlerweile wurden rund 69.000 Stolpersteine in Deutschland und 22 weiteren europäischen Ländern verlegt. Vier weitere kamen nun in Bonfeld hinzu: Für Hugo Hertz, geb. 18.09.1898 und seine Frau Erna Hertz, geb. Ottenheimer, geb. 07.03.1908, sowie ihre Kinder Inge Hertz, geb. 29.04.1932 und Friedrich Hertz, geb. 15.05.1933. Frau Hertz und die beiden Kinder wurden am 28.11.1941 aus Bonfeld deportiert. Der Kaufmann Hugo Hertz war bereits am 28.06.1940 im jüdischen Krankenhaus in Frankfurt seinen Verletzungen erlegen. Er war bei den Ausschreitungen in der  Pogromnacht am 09.11.1938 schwer misshandelt worden.

„Mit der Erinnerung an das Leben der Familie Hertz ist auch eine Mahnung an uns verbunden, die Mahnung, so etwas nie mehr geschehen zu lassen“, betonte Oberbürgermeister Sebastian Frei.

0930 Stolpersteine Bonfeld1