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Grenzsteine, Wegweiser, Brunnen, Bildstöcke – diese scheinbar unscheinbaren Kleindenkmale sind Zeugen vergangener Zeiten und erzählen Geschichten. Das wird deutlich, wenn man das neue Buch aus der Schriftenreihe des Landkreises Heilbronn durchblättert, das im April 2018 neu erschienen ist.

Auf rund 300 Seiten stellt dieses Buch rund 1.200 Objekte aus allen 46 Kreisgemeinden und ihren Teilorten vor. Auch die Kleindenkmale aus Bad Rappenau und den Stadtteilen werden auf 10 Seiten vorgestellt. In den Jahren 2014 und 2015 haben zahlreiche ehrenamtliche Helfer auf der Rappenauer Gemarkung 867 Kleindenkmale in Feld und Flur, aber auch in den Ortskernen systematisch erfasst und dokumentiert. 54 von ihnen wurden von der Redakteurin, Kreisarchivarin Petra Schön, für das Buch ausgewählt.

Folgende ehrenamtlichen Helfer waren in Bad Rappenau unterwegs, um Kleindenkmale zu dokumentieren: Dr. Sigit Atmadi (in Bad Rappenau), Christian Himmelhan und Werner Kolb (in Babstadt), Prof. Werner Schneider (in Bonfeld), Willi Berg (in Fürfeld); Dr. Hans Heinz-Hartmann und Marianne Klubitschko (in Grombach, Heinsheim, Obergimpern und Wollenberg), Margret und Helmut Niklaus sowie Margarete und Siegfried Schönsee (in Treschklingen), Almut Friedrich und Benita Gehrig (in Zimmerhof). Mit Rat und Tat unterstützt wurden sie von Kreisarchivarin Petra Schön, vom inzwischen verstorbenen Fritz Abel, von Dieter Heintzmann und Werner Ohlenschlegel.

Bereits 2016 wurden die Ergebnisse der Rappenauer Ehrenamtlichen in einer Fotoausstellung im Foyer des Rathauses gezeigt, die von Dr. Hans-Heinz Hartmann und Stadtarchivarin Marianne Klubitschko organisiert und zusammengestellt wurde. Unter dem Titel „Kleindenkmale – Zeugen aus der Bad Rappenauer Geschichte“ wurden damals 437 Fotos von Kleindenkmalen und deren Geschichte der Öffentlichkeit präsentiert. Das älteste dokumentierte Denkmal auf der örtlichen Gemarkung ist ein Grenzstein aus Wollenberg, der aus dem Jahr 1542 stammt.

Insgesamt wurden in allen Landkreisgemeinden 8.000 kleine Denkmale registriert. Damit wurde von den Ehrenamtlichen ein wichtiger Beitrag dazu geleistet, das kulturelle Erbe im Landkreis Heilbronn für die Nachwelt zu erhalten.

Die Kleindenkmale erlauben uns einen neuen Blick auf die großen historischen Ereignisse und auf das Wirken von Persönlichkeiten wie z.B. Theodor Heuss, Friedrich Hölderlin, Johann Friedrich Deinhard oder Georg Kropp, die im Landkreis Heilbronn geboren wurden oder lebten. Insbesondere berichten sie aber auch vom Alltag und der Glaubenswelt der Menschen und machen gelebte Praktiken, Bräuche und Traditionen sichtbar.

Das Buch „Was Kleindenkmale aus dem Landkreis Heilbronn erzählen“ ist im Verlag Regionalkultur erschienen und kostet 19,90 Euro. Es ist im Landratsamt Heilbronn oder über den Buchhandel erhältlich.