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Beitragsbild Verbundschule Bad Rappenau (Bild: Uwe Grün)

Kein weiterer Antrag zur Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an der Verbundschule Bad Rappenau geplant

Eine gymnasiale Oberstufe an der Verbundschule Bad Rappenau wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Darüber informierten Oberbürgermeister Sebastian Frei und Rektorin Yvonne Geier Anfang Dezember bei einem Pressegespräch. „Die Schule braucht irgendwann Klarheit und Sicherheit für ihre weitere Planung“, machte Oberbürgermeister Frei deutlich. Daher wird die Stadt keinen weiteren Antrag auf die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe stellen.

Die voraussichtlichen Schülerzahlen sind zu gering, um mit Erfolg einen neuen Antrag stellen zu können. Dies war bei einem Gespräch der Verantwortlichen aus Schule, Schulamt und Schulträger, also der Stadt Bad Rappenau, im Regierungspräsidium Stuttgart Ende Oktober deutlich geworden.

Das Regierungspräsidium Stuttgart hatte die Besonderheiten der Verbundschule Bad Rappenau (zwei Schularten unter einem Dach) eingehend geprüft, war aber zu dem Ergebnis gekommen, dass das Bad Rappenauer Modell in den Rechtsgrundlagen für die Genehmigung ausreichend berücksichtigt ist und Ausnahmen nicht möglich sind. Das Regierungspräsidium kam zu dem Schluss, dass die Voraussetzungen nicht erfüllt sind, um mit Erfolg einen neuen Antrag zur Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe zu stellen. Mindestens 60 Schüler hätten direkt von der Verbundschule oder aus benachbarten Orten nachgewiesen werden müssen, um einen erfolgreichen Antrag zu stellen.

„Bei günstiger Betrachtung wären wir aktuell auf 30 Schüler gekommen, die angerechnet werden können“, berichtete Hauptamtsleiter Wolfgang Franke. Er hatte das Antragsverfahren bereits 2017/18 begleitet und erinnerte sich: „Damals war die Begeisterung in den umliegenden Orten sehr überschaubar“. Für einen erfolgreichen Antrag hätte Bad Rappenau positive Stellungnahmen von Städten und Gemeinden im Umkreis benötigt. Stattdessen wurden von den Nachbargemeinden und -kreisen weit überwiegend Bedenken und Einwendungen gegen die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe in Bad Rappenau vorgebracht. Nur einzelne Nachbarorte waren damals bereit, eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur Unterstützung der gymnasialen Oberstufe zu unterzeichnen.

„Die Verbundschule besteht nun seit 10 Jahren und unser Ziel ist, die Schülerinnen und Schüler zum bestmöglichen ersten Schulabschluss zu führen“, machte Rektorin Yvonne Geier deutlich. Durchschnittlich 45% der Abschlussschüler mit mittlerer Reife wechseln anschließend an die (beruflichen) Gymnasien und machen dort das Abitur. „Wie viele davon bei uns Abi gemacht hätten, wenn das möglich gewesen wäre, kann man natürlich nicht sagen“, so Geier. Im Gemeinschaftsschulzweig gab es inzwischen 4 Abschlussjahrgänge, die sehr gute Ergebnisse erzielen konnten. Kooperationen mit den Gymnasien in Bad Wimpfen und Neckarbischofsheim werden nun weiter ausgebaut.

Wenn es nun keine gymnasiale Oberstufe vor Ort gibt, müsse man sich damit arrangieren, sagte Rektorin Geier. Sie sieht dennoch viel Entwicklungspotential für die Verbundschule: „Wir führen unseren Verbesserungsprozess ständig fort und können uns nun auf neue Ziele konzentrieren.“

 
 
 
 
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