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Siddhartha - Eine indische Dichtung von Hermann Hesse - Scherenschnitt-Theater mit dem Theater der Dämmerung

  • Mittwoch, 16.10.2019
  • 19:30 Uhr

  • Wasserschloss Bad Rappenau, Dachgeschoss
  • Hinter dem Schloss 1
  • 74906 Bad Rappenau

Siddhartha, der junge Brahmanensohn, sucht seine Vollendung. Vom Wissen seines Vaters und der Priesterschaft unbefriedigt, verlässt er mit seinem Freunde Govinda die Heimat, um bei den Samanas im Walde die strengste Askese zu erlernen. Doch der lebensfeindliche, finstere Zwang asketischer Kasteiungen erweist sich als schmerzvoll und unfruchtbar.

Weiterziehend gelangen die beiden Freunde zu Gotama Buddha und lernen die neue Lehre Buddhas von der Überwindung allen Leidens kennen. Govinda findet in ihr, in Mönchtum und Jüngerschaft, volles Genüge, während Siddhartha den Meister verlässt. Siddhartha erkennt, dass Bewusstsein nicht durch Lehren überlieferbar ist, sondern nur durch eigene Erfahrung erworben werden kann.
So erlebt Siddhartha eine Umkehrung seiner Existenz. Statt wie bisher aus dem Leben heraus, lässt er sich jetzt ins Lebens hineinfallen. Die Schönheit der sinnlichen Erfahrung der Welt geht ihm beglückend auf. Die Kurtisane Kamala lehrt ihn die Liebe, der Kaufmann Kamaswami die Geschäfte, und Siddhartha geht seinen Weg “zu sich selbst” bis zu Ende, bis seine egozentrisch, genießerisch und süchtig gewordene Seele vom Lebensekel ergriffen wird.
Mit dem Vorsatz, den Tod zu suchen, geht er erneut in die Wälder, trifft aber hier auf Va-sudeva, einen Fährmann, bei dem er letztlich die ersehnte Erfüllung findet.


Das Interesse an der indischen Kultur war Hermann Hesse gewissermaßen in die Wiege gelegt: Sein Großvater und seine Eltern waren als Missionare lange Zeit in Indien tätig. Und Zeit seines Lebens wird sich Hesse mit der Kultur Indiens auseinandersetzen. Von 1919 bis 1922 arbeitet er nach längeren Indienaufenthalten am Siddhartha. Das Werk wird zum Bestseller, wird millionenfach verkauft und in über 40 Sprachen übersetzt. Viele Sinnsucher- nicht nur der Hippie- und Flowerpower-Bewegung- schöpften und schöpfen Inspiration und Mut aus dieser kraftvollen, sprachvollendeten und zeitlosen Geschichte. Nicht unwesentlich trug Siddhartha dazu bei, dass Hermann Hesse 1946 mit dem Nobel-preis für Literatur ausgezeichnet wurde.

Der Schauspieler Friedrich Raad leitet das Theater der Dämmerung. Er war ungefähr 2 Monate alt, als Hermann Hesse im August 1962 verstarb. Vier Reisen führten ihn bislang nach Indien und Nepal. 1987 begann er in seiner Heimatstadt Stuttgart mit eigenen Scherenschnitten zu experimentieren; 1993 gründete er dort das Theater der Dämmerung und übersiedelte 1998 nach Düsseldorf, von wo aus er nun sein Schatten- und Rezitationstheater mit freien Mitarbeitern betreibt.
Die klassischen Werke im Originaltext faszinierend zu erzählen und verborgene Bedeu-tungsebenen in unsere Zeit zu transformieren und erlebbar zu machen, ist seine Spezialität. Mit starker Ausstrahlung und sichtlichem Spaß an der Sache hat Friedrich Raad die Fähigkeit sein Publikum zu verzaubern, zu berühren und zu begeistern.

Siddhartha wird vom Theater der Dämmerung als Schattenspiel mit ca. 55cm großen be-weglichen Scherenschnittfiguren auf einer 133x112cm großen Leinwand aufgeführt. Die 21 Bühnenbilder malte Guido Hörnschemeyer auf eine 28m lange Rolle. Der Schauspieler Friedrich Raad erzählt live mit Headset den gekürzten Originaltext von Hermann Hesse. Einfühlsam, eindringlich und berührend vermag er die Zuschauer während der Vorstellung auf eine innere Reise in ein altes Indien zu führen. Hermann Hesses Siddhartha spielt im 6. Jahrhundert vor Christus zur Zeit Gotam Buddhas. Mit freundlicher Genehmigung des Suhrkamp Verlages Berlin.

Karten für das Scherenschnitt-Theater am Mittwoch, dem 16.10.2019 um 19:30 Uhr im Dachgeschoss des Wasserschlosses kosten 15 Euro im Vorverkauf und 17 Euro an der Abendkasse.

Vorverkaufsstellen:
Bürgerbüro im Rathaus, Kirchplatz 4, Tel. 07264/922-321
Gästeinformation im RappSoDie, Salinenstr. 37, Tel. 07264/922-393
https://tivents.de/veranstalter/kulturamt-bad-rappenau

Hotline am Veranstaltungstag: 01590 41 53057

Veranstalter

Kulturamt Bad Rappenau

Galerie


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