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Optimierung des Hochwasserschutzes für die Stadtteile Babstadt, Obergimpern, Treschklingen und Bonfeld: erste Planungsüberlegungen vorgestellt

Kenntnis genommen haben die Mitglieder des Technischen Ausschusses von den ersten Planungsüberlegungen, wie der Hochwasserschutz für die Stadtteile Babstadt, Bonfeld, Obergimpern und Treschklingen verbessert werden kann. Diese wurden dem Gremium von Christoph Heinichen vom Ingenieurbüro Willaredt und von Karsten Schmidt vom Büro Bioplan vorgestellt.

OB Hans Heribert Blättgen verwies auf die Unwetter, die Anfang Juni zu Hochwasserproblemen in Babstadt, Treschklingen, Obergimpern, Fürfeld und Bonfeld geführt hatten. „Gleich danach haben die Mitarbeiter des Tiefbauamtes mit den Ingenieurbüros Ortsbegehungen gemacht, damit man noch sehen kann, woher das Wasser kam und wohin es ablief“, so Blättgen. Es wurde deutlich, dass vor allem auf den Gemarkungen Treschklingen, Babstadt und Obergimpern Handlungsbedarf besteht.

Um Babstadt und Treschklingen in Zukunft besser vor Hochwasser durch Starkregenereignisse zu schützen, wären Hochwasserrückhaltebecken (HRB) an drei Standorten denkbar, so Christoph Heinichen vom Ingenieurbüro Willaredt:

  • HRB „Zehn Morgen“ direkt westlich von Babstadt gelegen
    Dieses hätte ein Speichervolumen von ca. 9.000 Kubikmetern und ein Einzugsgebiet von rund 25 Hektar. Die maximale Dammhöhe liegt bei 4 Metern, die Länge des Dammes beträgt 270 Meter.
  • HRB „Neuenberg“ weiter westlich von Babstadt auf Höhe der Erddeponie gelegen
    Dieses hätte ein Speichervolumen von ca. 5.000 Kubikmetern und ein Einzugsgebiet von rund 16 Hektar. Die maximale Dammhöhe liegt bei 4 Metern, die Länge des Dammes beträgt 171 Meter.
  • HRB „Grombacher Berg“ an der Kreisstraße zwischen Treschklingen und Kirchardt gelegen.
    Dieses hätte ein Speichervolumen von ca. 7.000 Kubikmetern. Die maximale Dammhöhe liegt bei 4 Metern, die Länge des Dammes beträgt 178 Meter.


Eine Vertiefung des HRB „Krebsbach-Langengrund“ in Treschklingen, die ebenfalls angedacht war, würde das Speichervolumen nur um max. 2.000 Kubikmeter erhöhen.

In Obergimpern lag der Grund für die Hochwasserschäden in der Überlastung des Schlosswiesenbachs. Dieser verläuft ab der Schlossstraße verdolt durch den Ort. Weil diese Verdolung nicht ausreichte, kam es zu Wasseraustritten über die Schachtdeckel und Straßeneinläufe in der Ortsmitte. Um die Bachverdolung zu entlasten, sind im Einzugsbereich des Schlosswiesenbachs zwei zusätzliche Hochwasserrückhaltebecken denkbar, erklärte Karsten Schmidt vom Büro Bioplan.

  • HRB „Ziegelhütte“ südwestlich von Obergimpern im Bereich des DRK-Gebäudes gelegen
    Dieses hätte ein Speichervolumen von ca. 4.800 Kubikmetern und ein Einzugsgebiet von rund 16,5 Hektar. Die maximale Dammhöhe liegt bei 2,80 Metern.
  • HRB „Teich“ südwestlich von Obergimpern hinter der Krebsbachhalle gelegen
    Dieses hätte ein Speichervolumen von ca. 700 Kubikmetern und ein Einzugsgebiet von rund 5,2 Hektar. Die maximale Dammhöhe liegt bei 1,95 Metern.


Alle genannten HRBs sollen mit sogenannten „Mönchsbauwerken“ zur Hochwasserentlastung versehen werden, wie sie die HRBs „Röten“ in Obergimpern oder „Krebsbach-Langengrund“ in Treschklingen haben. Die Drosselung erfolgt mittels Schieber.

OB Blättgen machte deutlich, dass es sich hier um größere Maßnahmen handelt. Nun müssten die Kosten ermittelt werden, bevor die Rückhaltebecken nach und nach realisiert werden könnten. Einen hundertprozentigen Schutz vor allen Unwettern könne man jedoch nicht garantieren.