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Verkehrsführung der L1107 im Bereich der A6 – Untersuchungsergebnisse vorgestellt

Ende 2014 wurden die Verkehrsströme im Bereich der Auffahrten zur A6 sowie im Kreuzungsbereich Richtung Gewerbegebiet Buchäcker bzw. Bonfeld mittels Videobeobachtung gemessen. Seit der Einrichtung der fünf Ampeln auf rund einem Kilometer Strecke vor fünf Jahren kommt es hier immer wieder zu Verkehrsproblemen und teilweise zu langen Rückstaus. Durch eine korrigierte Einstellung der Ampeln soll nun Abhilfe geschaffen werden.

Über die Ergebnisse der Messungen informierte Reinhold Gruhler vom Regierungspräsidium Stuttgart den Gemeinderat. Grundproblem sei, dass der Verkehr in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen habe, das Straßennetz aber weitgehend gleich lang geblieben sei. So habe der Verkehr auf den Autobahnen zwischen 1985 und 2010 um 59% zugenommen, auf den Bundesstraßen um 52%.

Die Messungen ergaben nun, dass „die Einstellung der Ampeln nicht optimal ist“, so Gruhler. Ursprünglich war die Ampelschaltung auf „grüne Welle“ in der Hauptverkehrsrichtung – von der B 39 aus Richtung Fürfeld in Richtung Bad Rappenau – ausgelegt. Dies führt für die querenden Richtungen zu Rückstau.

Die Messungen haben nun gezeigt, dass die Hauptverkehrsströme anders laufen und sich abhängig von der Tageszeit stark unterscheiden. Morgens fahren die meisten Fahrzeuge aus Richtung Bad Rappenau bzw. aus Richtung Bonfeld auf die A6 in Richtung Heilbronn. Der Fahrzeugstrom aus Richtung Fürfeld hat eine ähnliche Größenordnung, fährt aber zur Hälfte auf die A6 in Richtung Heilbronn. Der Rest teilt sich in die  Richtungen Bad Rappenau bzw. Bonfeld auf.

Am Abend läuft der Verkehr in umgekehrter Richtung. Der Großteil der Fahrzeuge kommt aus Richtung Fürfeld und von der A6 aus Richtung Mannheim und fährt nach Bad Rappenau bzw. Bonfeld. Auch der Strom von der A6 in Richtung B 39 / Fürfeld ist hoch.

Problematisch sei, dass die Ampelanlage bei Überlastung nur ein Programm habe, und dieses unabhängig von der Tageszeit und den Verkehrsströmen zum Einsatz komme. Als Lösung schlug Gruhler vor, ein weiteres Programm aufzuspielen, das auch die Tageszeit und somit die Hauptverkehrsströme besser berücksichtigt. In die Schaltungen sollen auch die beiden weiteren Ampeln in Richtung Fürfeld mit einbezogen werden. Diese fallen, da sie nicht an einer Autobahnauffahrt stehen, in die Zuständigkeit des Landratsamtes Heilbronn.

Außerhalb der Stoßzeiten seien die Ampeln verkehrsabhängig geschaltet und reagieren, wenn Kontaktschleifen überfahren werden. Verbesserungen könnten hier Kamera-gesteuerte Ampeln bringen, die Strecken erfassen, nicht nur einzelne Punkte vor der Ampel.

Die Zahlen zeigen auch deutlich, dass der Ein- und Ausmündungsverkehr in das Gewerbegebiet Buchäcker eine untergeordnete Rolle spielt und in diesem Bereich nicht für Probleme sorgt. Auch durch die geplante Ansiedlung der Firma Faurecia steigt die Zahl der LKW nicht in nennenswertem Umfang an, verdeutlichte OB Blättgen.

Auf die Frage aus dem Gremium, ob nicht ein Kreisverkehr an der Kreuzung Buchäcker / Bonfeld / L 549 die Lage verbessern würde, zeigte sich Gruhler sehr skeptisch. Ein Kreisverkehr sei dann geeignet, wenn aus allen Richtungen gleichstarke Verkehrsströme kommen und eine bestimmte Gesamtverkehrsmenge nicht überschritten wird. Für diese Kreuzung wurde ein Kreisel als Lösung untersucht, mit vernichtendem Ergebnis: „Das wird hier nicht funktionieren.“

Dem widersprach der Sprecher der FW, der auf verschiedene Kreisverkehre auf stark befahrenen Strecken wie der B 27 in Neckarsulm verwies. OB Blättgen sprach sich dafür aus, die Ampelanlagen zu optimieren. Denn wenn ein Kreisel gebaut sei und nicht funktioniere, könne man nichts mehr daran ändern.

Der Sprecher der CDU wies nochmals nachdrücklich darauf hin, dass die fünf Ampeln aufeinander abgestimmt sein müssen. Auch wenn sie in verschiedenen Zuständigkeiten (Regierungspräsidium und Landkreis) liegen, müsse eine Stelle sich um die Verbesserung kümmern. Dies sagte Reinhold Gruhler zu.


Freibad Bad Rappenau – Zustimmung zur Umsetzung der Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen erteilt

Mit 30 Ja-Stimmen und einer Gegenstimme bei einer Enthaltung hat der Gemeinderat dem 1. Bauabschnitt der Sanierung und Modernisierung des Freibades zugestimmt. Die voraussichtlichen Baukosten belaufen sich auf 1.008.400 Euro (netto).

Bereits im Sommer 2014 hatte der Gemeinderat dem Konzept zur Sanierung und Modernisierung des Freibades zugestimmt und Maßnahmen für einen Gesamtaufwand von rund 1,6 Mio. Euro beschlossen. Die Verwaltung hat daraufhin einen Antrag auf Fördermittel aus dem Tourismusförderprogramm des Landes in Höhe von 398.000 Euro gestellt.

Das Land hat Fördermittel in Höhe von 162.712 Euro für bestimmt Maßnahmen in einem 1. Bauabschnitt bewilligt. Für die Maßnahmen des 2. Bauabschnittes kann im nächsten Jahr ein neuer Förderantrag gestellt werden, allerdings darf für diese Maßnahmen im Vorfeld kein Auftrag vergeben werden.

Zum 1. Bauabschnitt zählen unter anderem die Sanierung des Schwimmerbeckens in Folienauskleidung (548.400 Euro), die Sanierung der Badewasseraufbereitung (307.200 Euro) sowie der Neubau einer Breitrutsche (60.900 Euro). Mit der Umsetzung soll nach der Freibadsaison 2015 begonnen werden.

Im 2. Bauabschnitt stehen dann u.a. die Sanierung der Umkleidegebäude (245.700 Euro), ein Matschplatz am Kleinkindbecken (64.172 Euro), der Neubau der Toilettenanlage am Wellenbecken (48.600) Euro sowie weitere Aufwertungen im Kinder- und Jugendbereich an. Die Gesamtkosten für den 2. Bauabschnitt wurden mit 583.178 Euro berechnet.

Die CDU-Fraktion stimmte der Aufteilung in zwei Bauabschnitte zu, auch wenn im 1. Bauabschnitt schwerpunktmäßig Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Die letzte Sanierung des Freibades liege schon lange zurück. Der CDU-Sprecher regte an, das Badewasser auf mindestens 24° zu erwärmen. Dies solle spätestens im 2. Bauabschnitt realisiert werden. Allerdings sprach sich die CDU gegen eine Sanierung der oberen Umkleidekabinen im 2. Bauabschnitt aus, da diese kaum genutzt werden.

Die Sprecherin der SPD freute sich, dass in diesem Jahr zumindest ein Teil der Maßnahmen umgesetzt werden kann, was dem Einsatz der Stadtkämmerei beim Zuschussantrag zu verdanken sei. Wichtig sei, dass der Gesamtaufwand nicht die ursprünglich geplante Summe von 1,6 Mio. Euro übersteige und die Badesaison 2016 nicht durch Bauarbeiten gefährdet werde.

„Das Bad Rappenauer Bad braucht sich nicht zu verstecken“, so der Sprecher der FW. Er verwies darauf, dass schon in der Vergangenheit Wünsche aus der Bevölkerung wie längere und flexible Öffnungszeiten umgesetzt wurden. Der Aufteilung in zwei Bauabschnitte stimmte die Fraktion zu.

Der Sprecher der GAL hätte sich auch vorstellen können, die Arbeiten in nur einem Bauabschnitt durchzuführen. Aufgrund der Höhe des Zuschusses sei man aber mit der Aufteilung einverstanden.

Ähnlich sah es auch der Sprecher der ÖDP, der auf einen Zuschuss in Höhe von rund 100.000 Euro für den 2. Bauabschnitt hoffte: „Dafür können wir nochmal ein Jahr mit dem 2. Bauabschnitt warten.“ Gleichzeitig regte er an, zu prüfen, ob nicht vom Gastrobereich des RappSoDie aus das Freibad mit versorgt werden könnte.

OB Blättgen sagte zu, die Möglichkeiten zur Badewassererwärmung auf 24° zu prüfen. Je nach Aufwand könne dies im 1. oder 2. Bauabschnitt umgesetzt werden.