Verabschiedung von Hauptamtsleiter Wolfgang Franke


Nach über 44 Jahren im Dienst der Stadt Bad Rappenau wurde Hauptamtsleiter Wolfgang Franke auch vom Gemeinderat in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Viel Lob und Dank gab es zum Abschied von Oberbürgermeister Sebastian Frei, von allen Fraktionen des Gemeinderates und vom Fürfelder Ortsvorsteher Marcel Mayer.

„Ein Urgestein der Verwaltung geht heute in den Ruhestand“, so OB Frei, „Herr Franke ist ein hochqualifizierter, geschätzter Kollege, auf den man sich verlassen kann. Herr Franke weiß alles, und wenn er etwas nicht weiß, dann ist es auch nicht passiert“. Gleichzeitig lobte er Wolfgang Frankes klare Haltung: „Er ist ein kritischer Mensch mit einer eigenen Meinung, mit dem man gut und gerne zusammenarbeitet.“ Das Leitmotiv von Frankes Handeln sei stets gewesen: „Was ist das Richtige für Bad Rappenau?“ In diesem Sinne habe er mit den jeweiligen (Ober-)bürgermeister und seinen Kolleginnen und Kollegen gearbeitet. „Sie werden uns fehlen, Danke Herr Franke!“

Dem Lob schlossen sich die Sprecher der Gemeinderatsfraktionen an, die zum Teil schon seit Jahrzehnten mit dem scheidenden Hauptamtsleiter zusammen gearbeitet haben. Für die vertrauensvolle Zusammenarbeit dankte die Sprecherin der SPD, die zur Erinnerung „an eine legendäre Klausurtagung“ eine rote Badehose als Abschiedsgeschenkt überreichte, allerdings ohne weiße Punkte. „Wir wollten eigentlich beantragen, Ihren Ruhestand mit der Fertigstellung der Bahnunterführung Hinter dem Schloss zu verknüpfen“, so der Sprecher der CDU. Er überreichte eine selbst gemachte Holzuhr mit Bad Rappenau-Logo. Den Gutschein für einen Bier-Brau-Kurs hatte der Sprecher der FW mitgebracht. „Sie werden uns fehlen“, bekannte er. „Wolfgang Franke war immer loyal auch gegenüber dem Gemeinderat und war oft der Vermittler zwischen OB, Gemeinderat und Verwaltung“, so die Sprecherin der Grünen. „Wir waren nicht immer einer Meinung, aber unsere Diskussionen waren immer fair und sachlich, das ist heute nicht mehr selbstverständlich“, hob der Sprecher der ÖDP hervor. Auch der Fürfelder Ortsvorsteher betonte: „Die Diskussionen waren nicht immer einfach, aber meist sind wir zu einem guten Konsens gekommen. Die Zusammenarbeit war immer sehr gut.“

Nach der emotionalen Verabschiedung erhoben sich Gemeinderäte und Verwaltung von ihren Plätzen und applaudierten lange, ein verdienter Applaus für die Leistungen von Wolfgang Franke für die Stadt Bad Rappenau in den vergangenen 44 Jahren.

Mit einem Buchstabenrätsel blickte Wolfgang Franke auf seine Zeit bei der Stadtverwaltung Bad Rappenau zurück – und gleichzeitig in seine Zukunft als Pensionär. Von „R“, das für Rückblick auf fast 45 Jahre bei der Verwaltung steht, aber auch für Rathaus und RappSodie – die größten Hochbauinvestitionen in seiner Amtszeit. Über „U“ wie U-Boot-Fest 2024 oder Lieblingssänger Udo Lindenberg und „H“ wie Haushaltsplanungen („ehrlich gesagt, werde ich das nicht sehr vermissen“) zu „E“ wie Enkel, für die er bald mehr Zeit haben wird. Ein „S“ erinnert an die Sanierung der Raiffeisenstraße und den Stadtbahnausbau: „Im Rückblick für mich meine Lebensaufgabe, an der ich wesentlich mitgearbeitet habe.“ „S“ steht aber auch für die Stadtteile, deren Weiterentwicklung für Wolfgang Franke immer sehr wichtig war. Über „T“ für das Team Hauptamt, „A“ für die Amtsleiterkollegen und „N“ für Nachfolgerin Anika Störner endete das Rätsel bei „D“ wie Danke – an Familie, (ehemalige) Vorgesetzte und Kollegen. Am Ende ergaben die Buchstaben das Wort „Ruhestand“, auf den Wolfgang Franke sich nun freuen kann, auch wenn der Abschied aus der Stadtverwaltung nicht leichtfällt.

 

2026 Abschied Wolfgang Franke
Bild: OB Sebastian Frei verabschiedet Hauptamtsleiter Wolfgang Franke (Bild: Stadt Bad Rappenau)