23 Blutspender aus Bad Rappenau und den Stadtteilen konnten erfreulicherweise wieder bei einer Feierstunde Anfang März im Wasserschloss mit den Blutspenderehrennadeln des DRK-Blutspendendienstes ausgezeichnet werden.
„Heutzutage heißt es, die Leute denken nur an sich, und die Welt ist geprägt von Egoimus. Aber Sie sind der lebende Beweis dafür, dass dies nicht stimmt!“ Mit diesen Worten begrüßte Oberbürgermeister Sebastian Frei die anwesenden Blutspender sowie die Vertreter der DRK-Ortsvereine Bad Rappenau-Siegelsbach, Elke Haas und Obergimpern, Ralph Veit. „Sie denken uneigennützig an andere Menschen, Sie gehen Blut spenden, ohne eine Gegenleistung dafür zu bekommen, Sie retten Leben“ so der OB, der sich daher auch wieder besonders darüber freute, diese „tolle und anerkennenswerte Leistung in einem würdigen Rahmen zu ehren und auszuzeichnen.“
Für den musikalischen Teil des Ehrungsabends sorgte Jil Hefner, Harfenistin und Schülerin bei der örtlichen Musikschule conTakt, die Musikstücke aus ihrem fachpraktischen Abitur präsentierte, das sie erst am Tag zuvor erfolgreich bestanden hatte. Sie führte damit das Publikum während der Veranstaltung durch verschiedene Epochen „zuerst vom Impressionismus bis hin zur Klassik und Romantik“.
Die Verleihung der Urkunden und Ehrennadeln übernahm OB Frei zusammen mit Elke Haas und Ralph Veit. Zusätzlich bekamen die Jubiläums-Blutspender Geschenke der Stadt Bad Rappenau. Einen besonderen Dank richtete Elke Haas dabei an Mike Rothenhöfer, der für 75 Spenden geehrt wurde und der ein aktives Bereitschaftsmitglied des DRK ist „und viel hinter den Kulissen wirkt, auch bei den Blutspende-Terminen macht er einfach alles und ist immer da, wenn man ihn braucht“, so Haas.
Für die stolze Zahl von 100 Blutspenden wurden in diesem Jahr gleich drei Personen geehrt: Gerhard Beller, Martin Lang und Martin Rothenhöfer aus Bad Rappenau. „Meine Erstspende war bereits 1984 bei der Bundeswehr in Külsheim, dafür bekam ich einen Tag Sonderurlaub. Seitdem spende ich aus Überzeugung, um praktisch helfen zu können und aus dem Gebot der christlichen Nächstenliebe heraus“, so Martin Lang.
Ein herzliches Dankeschön im Namen der DRK-Ortsvereine überbrachte Ralph Veit vom DRK Ortsverein Obergimpern, der die Anwesenden auf eine kurzweilige Reise durch die teils makabre Geschichte der Blutspende mitnahm, die bis ins Mittelalter zurückreicht: „Im Jahr 1492 bekam der kranke Papst Innozenz VIII angeblich das Blut eines Knaben zu trinken, worauf beide kurz darauf verstarben. Die erste erfolgreiche Bluttransfusion geht auf den Leibarzt von König Ludwig XIV zurück, der einem 15-jährigen Jungen, der an einem hohen Fieber litt, am 15. Juni 1667 das Blut eines Lammes injizierte. Der Junge überlebte. Bei den Bluttransfusionen von Tieren auf Menschen in den folgenden Jahrzehnten waren aber nur geringe Erfolge zu verzeichnen, weil das Blut von Mensch und Tier zu unterschiedlich ist. Erst mit der Entdeckung des Blutgruppensystems 1901 wurden hier Fortschritte erzielt.“
Geehrt wurden
- für 10 Blutspenden: Maik Belz, Marcus Bucher, Pascal Graf, Reinhard Groß, Manfred Kucharz, Roland Michel, Sabina Sachs, Benjamin Treiber
- für 25 Blutspenden: Julian Last, Felix Mann, Aleksej Matheis, Wolfgang Michalika, Dennis Rudy, Rudolf Strohmaier, Silas Wahl
- für 50 Blutspenden: Hannelore Reichert, Clark Töppel
- für 75 Blutspenden: Elke Flohs, Beate Kopp, Mike Rothenhöfer
- für 100 Blutspenden: Gerhard Beller, Martin Lang, Martin Rothenhöfer
