Mit neuen Spielgeräten und einem Sonnensegel wurde der Kinderspielplatz an der Ring- und Lerchenstraße in Babstadt in den letzten Wochen aufgewertet und konnte Mitte August offiziell freigegeben werden.
„Wir haben in den vergangenen Jahren viel Geld in die Generalsanierung von Spielplätzen investiert“, so Oberbürgermeister Sebastian Frei, „der Spielplatz Hausflur in Zimmerhof, der Waldspielplatz in Bad Rappenau oder der Spielplatz Talstraße in Obergimpern wurden aufwändig neu gestaltet.“
Aber es muss nicht immer eine Generalsanierung sein, manchmal lassen sich auch mit kleineren Beträgen schon große Verbesserungen erzielen. So wie beim Spielplatz Ringstraße / Lerchenstraße in Babstadt: „Wir haben drei neue Spielgeräte und ein Sonnensegel installiert“, berichtet Olivia Grünewald, die im Tiefbauamt für die Kinderspielplätze zuständig ist.
Spielgeräte, die noch gut erhalten waren, werden weiterhin genutzt, wie die Schaukel, die Rutsche oder zwei Wipptiere. Der vorhandene Sandkasten erhielt ein großes Sonnensegel und ein neues, inklusives Spielgerät, einen barrierefreien Sandmatschtisch. Dieser lässt sich auch von Kindern im Rollstuhl nutzen und lädt so zum gemeinsamen Spielen ein. Neu ist auch ein sogenannter Niederseilparcours, auf dem man klettern und balancieren, aber auch schaukeln kann. „Es ist spannend, auf welche Ideen die Kinder beim Spielen kommen“, berichtet Olivia Grünewald. Neu ist auch ein Spielturm aus Holz, der sich bei Bedarf noch erweitern lässt.
Aus langjähriger Erfahrung weiß Olivia Grünewald, welche Geräte besonders beliebt bei den Kindern sind. Aber auch Anregungen aus dem Spielplatzcheck, einer Online-Umfrage, die die Stadtverwaltung 2018/19 durchgeführt hatte, können immer wieder bei den Umgestaltungsarbeiten berücksichtigt werden. „Wir versuchen, solche Anregungen umzusetzen“, so Olivia Grünewald, „aber es muss auch zulässig sein“. Denn die öffentlichen Spielplätze müssen natürlich viel höhere Anforderungen erfüllen, als Spielgeräte im heimischen Garten. Dafür sind die Spielgeräte qualitativ sehr hochwertig und für eine langjährige Nutzung von 20 – 25 Jahren ausgelegt.
Bei der Aufwertung von Spielplätzen muss auch das Gesamtangebot vor Ort betrachtet werden – welches Spielgerät gibt es vielleicht noch nicht und wie viel Platz steht zur Verfügung. Insgesamt 52 größere und kleinere Anlagen gibt es im gesamten Stadtgebiet, inklusive Skaterpark und Pumptrack. „Ein zentraler Spielplatz mit einem umfassenden Angebot wird oft besser angenommen als ein kleiner Platz in der Nachbarschaft“, weiß OB Frei, wobei die Nachfrage auch stark von der Lage abhängt – wenn viele junge Familien in der Nähe wohnen, ist die Nutzung höher als in einem älteren Baugebiet.
Die Planung zur Aufwertung des Spielplatzes startete im April und wurde vom Städtischen Tiefbauamt übernommen. Ziel war es, ein modernes, vielseitiges und inklusives Spielangebot zu schaffen, das sowohl Kindern als auch Erwachsenen einen ansprechenden Aufenthaltsort bietet. Der Bau begann Ende Juni 2026 und konnte Mitte Juli 2026 abgeschlossen werden. Gut 27.000 Euro hat die Neugestaltung des Spielplatzes in Babstadt insgesamt gekostet. Davon entfiel die Hälfte auf die Spielgeräte, die andere Hälfte auf Kosten für Erdarbeiten und Aufbau.
Im Herbst wird der Baumbestand durch zusätzliche schattenspendende Bäume erweitert, um den Spielplatz langfristig noch attraktiver zu gestalten.