Mehr Sicherheit für Amphibien & ehrenamtliche Helfer!

Sobald die Witterung milder wird, wandern wieder Kröten, Frösche, Unken und Molche zu ihren Laichgewässern. Um sie auf dem Weg dorthin zu schützen, werden an den bekannten Wanderkorridoren Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Sperrungen mit örtlichen Umleitungen eingerichtet.

Die Einhaltung der Verkehrsbeschränkungen ist aus doppeltem Grund wichtig. Zum einen, weil Amphibien bei mehr als 30km/h durch die Druckwelle der Fahrzeuge getötet werden und zum anderen zur Sicherheit der ehrenamtlichen Amphibienschutzhelfer, die vor allem in den Abendstunden im Einsatz sind.

Nachdem es in den vergangenen Jahren für die Helfer immer wieder zu gefährlichen Situationen durch überhöhte Geschwindigkeiten gekommen ist, wird es dieses Jahr verstärkt Kontrollen geben. Aufgrund der niedrig angeordneten Geschwindigkeiten kann es schnell zu höheren Bußgeldern und Fahrverboten kommen. So gibt es etwa bereits ab einer Überschreitung von 41 km/h außerorts ein einmonatiges Fahrverbot.
Unter www.landkreis-heilbronn.de sind die betroffenen Strecken abrufbar.

Auf Bad Rappenauer Gemarkung gelten Geschwindigkeitsbeschränkungen für folgende Strecken:

  • L 528 Heinsheim / Bad Wimpfen
  • L 549 Untergimpern / Obergimpern
  • K 2038 Siegelsbach / Zimmerhof
  • K 2021 Bad Rappenau / Bonfeld

 


Laichsaison der Amphibien - Landratsamt und NABU suchen helfende Hände für kleine Wanderer

Jedes Frühjahr von Februar bis April treten Erdkröte, Feuersalamander und Co. zu Tausenden die Reise zu ihren Laichgewässern an. Das immer dichter werdende Straßennetz sowie die hohe Verkehrsdichte erschweren ihnen jedoch die Wanderung. Viele Tiere sterben an der Straße und sorgen für einen dramatischen Rückgang der Populationen. Aus diesem Grund bedarf die Natur unserer Hilfe, um den Fortbestand dieser geschützten Arten nicht zu gefährden.

Zum Schutz der Amphibien braucht es viele freiwillige Helfer, die sich am Auf- und Abbau der Fangzäune und am Sammeln der Tiere beteiligen. Da Amphibien dämmerungs- und nachtaktiv sind, werden die Wanderstrecken in den frühen Morgen- und späten Abendstunden kontrolliert, die Amphibien an den Fangzäunen aufgelesen und über die Straße gebracht.

Vorkenntnisse benötigen neue Helfer nicht. Eine Einweisung erfolgt durch die erfahrenen Amphibienretter. Für die Aktion an den Straßen muss aus Sicherheitsgründen eine Warnweste getragen werden. Des Weiteren sind Taschen- oder Stirnlampen sowie wasserdichte Kleidung nötig, denn bei Regen sind die Amphibien besonders gern unterwegs.

Wer bei der Amphibienschutzaktion mithelfen möchte, kann sich gerne per E-Mail an Naturschutz@landratsamt-heilbronn.de wenden. 

Auch der NABU Östlicher Kraichgau sucht Helfer. Wer mithelfen möchte, erhält nähere Informationen bei Thomas Gambke unter amphibienschutz@nabu-kraichgau.de oder unter info@nabu-kraichgau.de.