Das Projekt „Gesunde Stadt Bad Rappenau“ wurde mit dem Förderpreis „Gesunde Kommune 2025” der Bündnis 52-Verbändekooperation Baden-Württemberg ausgezeichnet. Prämiert werden kreative und nachhaltige Initiativen zur Gesundheitsförderung in den Kommunen. Die Preisverleihung fand am Mittwoch, dem 25. Februar, im Rathaus in Bad Rappenau statt. Das Preisgeld in Höhe von 5.200 Euro soll für die Weiterentwicklung der Klimaanpassungsmaßnahmen, für einen Stadtradel-Aktionstag sowie für einen Aktionstag „Nachhaltigkeit“ in Schulen eingesetzt werden.

Der Förderpreis wird bereits zum 13. Mal von der Bündnis 52-Verbändekooperation Baden-Württemberg, einem Zusammenschluss des BKK Landesverbandes Süd, der IKK classic, der Knappschaft sowie der vdek-Landesvertretung Baden-Württemberg vergeben. Gemeinsam vertreten sie mehr als die Hälfte der gesetzlich Versicherten in Baden-Württemberg. Ein Ziel der Kooperation ist die nachhaltige Unterstützung von kommunalen Präventionsprojekten.

„Gesunde Stadt Bad Rappenau“ ist darauf ausgerichtet, die Gesundheit, Gesundheitskompetenz, Lebensqualität und soziale Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger in Bad Rappenau zu verbessern, wobei ein besonderes Augenmerk auf den Zusammenhang zwischen Klima und Gesundheit gelegt wird. Denn Klima und Klimaschutz haben direkte Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen. Maßnahmen, die das Klima schützen und die negativen Auswirkungen von Klimaveränderungen auf die Menschen abmildern, machen den Unterschied und werden immer wichtiger.

Bereits im Jahr 2020 begann Bad Rappenau gesundheitsfördernde Lebensbedingungen und gesundheitliche Chancengleichheit mit Maßnahmen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung zu verbinden. Seitdem werden Angebote für Bewegung, sichere Mobilität und gesunde, nachhaltige Ernährung gefördert.

Konkret wurden ein Wasserbrunnen und Sonnensegel installiert, das Radwegenetz in und um die Stadt ausgebaut, eine Frischluftschneise im Schlosspark angelegt, Fußwege und Spielplätze beschattet, Bäume gepflanzt und Urban Gardening sowie Baum- und Beetpatenschaften ermöglicht. Im letzten Jahr initiierte der Obst- und Gartenbauverein Grombach gemeinsam mit dem Klimaschutzmanager der Stadt ein Pilotprojekt zum nachhaltigen Gemüseanbau. Bei der Anlage des Gemüsebeets im Frühling waren vor allem der Kinderverein und die Eltern beteiligt. Ziel war es, den Kindern die Prinzipien der Agroökologie zu vermitteln. Die Freude der Kinder bei der anschließenden Ernte machte das Projekt zu einem vollen Erfolg. Es entstand ein Gefühl der Gemeinschaftszugehörigkeit und das Verantwortungsgefühl aller Beteiligten wurde gestärkt, da jedes Mitglied gleichermaßen für den Garten verantwortlich war. Daneben haben sich geführte Erlebnistouren zu Fuß oder mit dem Fahrrad sowie Kräuterführungen etabliert.

„Das Thema Gesundheit spielt in unserer Kurstadt natürlich schon lange eine bedeutende Rolle. Wir haben hier in den vergangenen Jahren schon viele Projekte umgesetzt und Aktionen angestoßen, von denen nicht zuletzt auch die Einheimischen profitieren. Diesen Weg wollen wir konsequent weiter beschreiten und freuen uns, dass wir zu den Kommunen gehören, die mit dem Bündnis-52-Förderpreis ausgezeichnet werden. Natürlich werden wir auch das Preisgeld für entsprechende Angebot einsetzen“, sagt Bad Rappenaus Oberbürgermeister Sebastian Frei.

Ein besonderer Fokus liegt auf einem einfachen Zugang und niederschwelligen Möglichkeiten zur Partizipation der Bad Rappenauer, damit sich wirklich jede und jeder daran beteiligen kann. Viele der Angebote sind kostenlos und stehen allen Alters- und Bevölkerungsgruppen offen.

„Die Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, der kommunalen Landesverbände und der Bündnis 52-Verbändekooperation, hat sich mit allen Bewerbungen auseinandergesetzt“, berichtet Tobias Müller, regionaler Beauftragter der Bündnis 52-Verbändekooperation für den Landkreis Heilbronn. „Voraussetzung für eine Auszeichnung war die Übereinstimmung mit dem Präventionsleitfaden der gesetzlichen Krankenversicherung. Darüber hinaus wurden vor allem die Kreativität, die Nachhaltigkeit sowie die Partizipation von verschiedenen Akteurinnen und Akteuren bei der Umsetzung der Konzepte bewertet. Wir freuen uns über die Preisvergabe in diesem Jahr an Bad Rappenau.“

Alle regionalen Vereine, Initiativen, Schulen, Kitas und (Naturschutz)Organisationen wie NABU und Landfrauen arbeiten eng mit der Stadtverwaltung zusammen und bringen sich ein. So entsteht eine nachhaltige, inklusive und ökologische Infrastruktur der Daseinsvorsorge, die einen sicheren und gesunden Aufenthalt im Freien und in Gemeinschaft ermöglicht.

Sämtliche Angebote und Maßnahmen von „Gesunde Stadt Bad Rappenau“ werden kontinuierlich evaluiert und angepasst.