Am 14.03. um 18:00 lädt der Verein Ehemalige Synagoge Heinsheim dazu ein, zusammen mit dem Cellisten Cornelius Fauth und seinem Cello Gerard Mangin (Mirecourt, 1827) das weite Feld an Emotionen, Ideen und Bildern der Suiten für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach zu durchleben.
Formal als höfische Tanzsuiten angelegt, folgen sie zwar fast schematisch der tradierten Satzfolge: Dem Prélude (Auftakt) folgen Allemande („Deutscher Tanz“, den schon zu Bachs Lebzeiten niemand mehr tanzte), Courante („Lauftanz“ mit Tippelschritten), Sarabande (unklare Herkunft aus der arabischen, mexikanischen oder gar indianischen Kultur, von der Inquisition wegen Laszivität verboten), Menuett I&II (daraus wird einmal der Walzer hervorgehen – wahlweise auch Bourrée oder Gavotte) und als „Rausschmeißer“ die Gigue (mit keltisch-angelsächsischen Fiddle- und Dudelsack-Anspielungen).
Zum wirklichen Tanzen aber wurden diese Stücke sicher nicht geschrieben, zumal als Tanz“band“ so ein einsames Bassinstrument wohl doch recht abstrakt wäre. Welch unterschiedlichste, individuelle Gefühlswelten lassen sich in den vermeintlich althergebrachten, stilisierten Tanzformen doch eröffnen, einfassen und erleben? Wortbeiträge von Regina Huwald werden uns mit meditativen Impulsen von Suite zu Suite tragen.
Sie haben eine Veranstaltung, die im Veranstaltungskalender angezeigt werden soll? Dann reichen Sie ihre Veranstaltung hier ein!