Schauspiel von Maya Arad Yasur
Deutsch von Matthias Naumann
Ein Selbstmordattentat in Israel. Kurz davor hat die Soldatin Yael die Krankenschwester Amal ohne Passierschein ins Land gelassen. In Rück- und Vorblenden erzählt Maya Arad Yasur von einer Welt, die gefangen ist im Kreislauf von Gewalt und Rache.
Maya Arad Yasurs Schauspiel „Gott wartet an der Haltestelle“ in einer Inszenierung von Intendant Wolf E. Rahlfs wird am Dienstag, 21. April 2026, in Bad Rappenau im Kurhaus gezeigt. Vorstellungsbeginn ist 19.30 Uhr, um 19 Uhr findet eine Einführung in die Produktion statt.
Ein Kontrollposten zwischen Israel und dem Westjordanland. Da ist Yael, eine israelische Soldatin, die ihr Land an der Grenze beschützen will. Ihr gegenüber steht Amal, eine palästinensische Krankenschwester. Yael hat in der Vergangenheit Amal und ihrem schwerkranken Vater bereits die Einreise wegen fehlender Dokumente verwehrt.
Auch diesmal hat Amal keinen Passierschein. Doch Yael empfindet Mitleid mit ihr und lässt die schwangere Amal ins Land – ein Akt von Menschlichkeit? Kurze Zeit später explodiert eine Bombe in einem israelischen Restaurant. Ein Selbstmordanschlag, der 30 Menschen in den Tod reißt – eine Verzweiflungstat, ausgeführt von Amal. Nach einem Leben im Flüchtlingslager in ihrer eigenen Heimat Palästina, nach der Tötung ihres Bruders durch das israelische Militär und dem Tod ihres Vaters an der Grenze hatte sie der Manipulation durch radikale Kräfte nichts mehr entgegenzusetzen.
Die israelische Autorin Maya Arad Yasur untersucht persönliche Schicksale zwischen Selbst- und Fremdbestimmung im Nahostkonflikt. Es geht ihr dabei nicht um Zuweisung oder Zurückweisung von Schuld, sondern um den Versuch, sich den Menschen in zwei Gesellschaften zu nähern, die in einem so asymmetrischen wie fatalen Kreislauf von Gewalt feststecken.
Das Regieteam und die Schauspielenden erhalten fachliche Begleitung von zwei Expert*innen mit israelischem und palästinensischem Hintergrund. Sie unterstützen die Inszenierung hinsichtlich kultureller und gesellschaftlicher Fragen, um ungewollte rassistische oder antisemitische Reproduktionen zu vermeiden. In enger Zusammenarbeit vermittelt das Expert*innenteam persönliche Einblicke in Alltag- und Familienleben, klärt die Aussprache von israelischen und palästinensischen (Eigen-)Namen und ordnet Narrative sowie textliche Ebenen sensibel ein.
Mit: Martin Behlert, Laura Brettschneider, Madeline Hartig, Cornelia Heilmann, Thilo Langer, Michael Johannes Mayer, Nadine Pape, Frank Siebers, Inszenierung: Wolf E. Rahlfs, Bühne, Kostüm & Lichtgestaltung: Tilo Schwarz, Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Dienstag, 21. April 2026, 19.30 Uhr, Bad Rappenau, Kurhaus, Einführung 19 Uhr
Preise & Vorverkauf:
Karten für die Aufführung im Kurhaus Bad Rappenau kosten zwischen 10 und 18 Euro, bis 27 Jahre kostet ein Ticket 8 Euro. Karten für die Kinder- und Jugendvorstellungen kosten zwischen 6 und 10 Euro.
Vorverkauf: Gäste-Information Bad Rappenau, Kirchenstraße 13 (im Gebäude der Volksbank)
Tel.07264/922-391, E-Mail: gaesteinfo@badrappenau.de
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag: 9.00 – 17.00 Uhr (durchgehend)
Donnerstag: 9.00 – 18.00 Uhr (durchgehend)
Samstag: 9.00 – 12.00 Uhr
(Foto: Manuel Wagner)
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